Hm, ist die Sozialpunkteregelung wirklich so umstritten?
In allen "Verbesserungs"-Vorschlägen sehe ich nur unnötige Probleme oder Konfliktpotenzial.
Ein Bonus, wenn sich ein Spieler verbessert hat? Das ist unfair gegenüber Spielern, die sich genauso einsetzen, aber aufgrund ihrer miserablen Lage eh kaum Chancen haben, noch was dazu zu gewinnen. In meiner DM-Partie kam z.B. Harald Pfaffeneder als Ersatzspieler für die Türkei rein mit nur noch einem VZ. Er hat aber nicht aufgegeben und noch verhandelt, und letzendlich dadurch überlebt und ist damit gleichgeblieben. Hätte ein Zug geklappt, hätte er sogar bei zwei VZ enden können. Hätte er "Rateglück" gehabt, gäbe es dann einen Bonuspunkt, sonst nicht.
Ein Bonus durch Abstimmung unter den Spielern oder durch den SL: Das gibt bestimmt einiges an böses Blut.
Eine Warteliste: Das verzögert nur die Partien unnötig, da der erste der Warteliste nicht unbedingt sofort antwortet. Am Schluss antwortet er nach einer gegebenen Frist von z.B. drei Tagen überhaupt nicht, und man muss wieder drei Tage auf den Zweiten warten... das wäre sehr ärgerlich.
Außerdem: Ein negativer Sozialscorestand bedeutet ja nur, dass man nur alle drei Monate eine neue Partie starten kann. Das sind immerhin vier Partien pro Jahr, und bei einer durchschnittlichen Länge von 6 Monaten zwei Partien gleichzeitig. Frank Oschmiansky ist z.B. absoluter Rekordhalter bei den Sozialpunkt-Schulden, und hat dabei schon 100 reguläre Partien gespielt (und hatte dabei nie einen NMR oder Ausstieg).
Wenn man genug Zeit hat, noch mehr Spiele zu spielen, kann man ohne weiteres eine Partie leiten. Allerhöchstens würde ich die Spieler mit negativen Sozialscore bei der Wahl als Spielleiter bevorzugen. Der Jan Baier hat eh schon genug.