Huhu,
ich bin da ganz bei Dirk, vieles wollen wir gar nicht ändern.
ein paar Kommentare:
- schickeres Design: na klar!
> - die jugendlichen in meiner arbeit weigern sich in den meisten
> fällen, ihren klarnamen herzugeben.... ich glaube, dass dieser
> zwang viele potientiellen nutzer abschreckt. in den meisten
> foren/online-stores/multiplayer-games gibt es pseudonyme...
Fuehrt nicht unbedingt zu einer angenehmere Kommunikation. Ok, ich bin kein Jugendlicher mehr, aber ich treibe mich ausserhalb von Ludomaniac noch viel in allerlei anderen Communities herum, und ich habe nix gegen Pseudonyme. Ich finde es macht aber einen wichtigen Teil des Flairs von Ludo aus, dass ich eben gegen Andreas, Dirk und Lothar spiele und nicht gegen DarkKnight231, Oberul0r21 und Biene3213.
> - die jungen leute bei uns, schreiben zu 80% keine e-mails....
> e-mail-adressen werden verwendet um sich bei facebook
> anzumelden und dann oft nie wieder verwendet.
Wie man am Ende verhandelt ist letztlich Sache der Spieler. Die meisten hier bevorzugen eMail, gerade weil das einige Vorteile hat. Und passt irgendwie ganz gut zum Spiel.
> - ich würde mich von pbem verabschieden und ein modernes
> online-spiel anbieten. anmeldung per e-mail, keine klarnamen,
> zugabgabe, verhandlungen und alles andere direkt über die
> seite.... vielleicht als einstieg ein echtzeit-spiel? gibt es
> eine diplomacy-KI?
Solche online-Portale gibts. Ich habe min 1 ausprobiert. Ich fand das schrecklich. Pseudonyme, schnelle Auswertungen etc. nach 4 Zuegen waren 2 Leute ausgestiegen bei denen die Eröfnung nicht funktioniert hat. 1904 hat sich einer über beschwert und Beschimpfugen um sich geworfen. Irgendwann hatte dann derjenige gewonnen, dessen Nachbarn alle keine Zuege mehr ausgegeben haben.
Furchtbar.
> - relevante nachrichten, neuigkeiten, empfehlungen zu
> spannenden spielen direkt auf facebook.
Imho muss Ludomaniac gar nicht täglich angesteuert werden. Viel interessanter sind doch die Partien selber. und die interessieren meistens doch nur 8 Leute (Mitspieler und Spielleiter)
> - ich glaube zu wissen, dass computer- multiplayerspiele die
> vergangen jahre immer leichter und einfacher wurden...
Ich glaube zu wissen das dem nicht so ist. Man verklärt nur "die alte Zeit" gerne wo man noch alleine vor seinem Rechner sass und kein google/spielspezifisches-wiki zu Hand hatte. Zudem sind Spiele viel breiter und vielfältiger geworden. Außerdem spiele ich mittlerweile quasi nur noch Multiplayer und zwischenmenschliche Interaktion sind soviel komlizierter als es jedes Computerspiel jemals war.
Aber es ist etwas wahres dran: Diplomacy per eMail ist eine langsame Geschichte. Da kann man nicht mal abends sagen "heute habe ich mal 2h Lust auf Diplomacy". Sondern eben: ich hab das nächste halbe Jahr alle 1-2 Tage 10-20min Lust auf Diplomacy.
> die
> spielerInnen wollen erfolgsergebnisse und haben ein immer
> geringeres frustlevel.... ich kann das jetzt nicht beurteilen
> aber wenn ich nach meinem ersten einsteigerspiel gegen personen
> spiele die wohl schon zig spiele gespielt haben... schon jahre
> dabei sind.... bin ich frustriert... habe ich da überhaupt ne
> chance? könnte ich nicht mit einigen spielen gegen ähnlich neue
> spielerInnen weitere erfahrungen sammeln? wenn ich erfahrung
> gewonnen habe, würde mir das system weitere spielvarianten frei
> schalten... das würde auch die website entschlacken
Diese Einstiegshuerde hatten doch aber alle anderen auch schon. Diplomacy gibts seit den 60ern. Als ich hier '99 angefangen habe, hatte ich auch die Befürchtung, dass alle anderen das ganz besonders gut koennen. Macht aber nichts. Schwätzen geht ohne Regelknenntnis, und da man am Ende ja (immer mal wieder) kooperativ mit einem Nachbar spielt, lernt man da viel nebenbei.
@internationale Plattformen
Hmm, wenn ich lese, dass auf der EDC 19 Leute waren, klingt das jetzt auch nicht übertrieben voll.
Ich persönlich mag Ludo sehr. Gerade weil es nicht einfach nur eine weitere Spieleplattform sonder eher im Geist von Brettspielabenden funktioniert: wir wollen Menschen zusammenbringen ein tolles Brettspiel zu spielen, was leider für den normalen Spieleabend zu sperrig ist.