Archive des BUMM, Sommer 1901
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| 2002-04-03 00:45 Aaargh! Auf dem Weg zum Yggdra See von einer Wikingerpatrouille gekillt worden. Und dazu noch -1 bubbles heute, was für ein mieser Tag. Naja, dafür nett mit ner Freundin mittaggegessen und einkaufen gewesen (Lodoss War: Die Graue Hexe), außerdem startet die Partie endlich, also unterm Strich gut aufgelegt! Finde auch gleich einen willkommenen Brief aus Paris vor, Hans-Andreas (?) Braun eröffnet gleich mit profitorientierten Partnerschaftsgelüsten. Naja, es heißt zwar, bis lvl20 levelt man am besten alleine, aber Gesellschaft ist immer gut, und wer weiß, ein guter Freund ist manchmal wertvoller als ein paar xp... |
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| Yippie!
Italien! Mein Lieblingsland! Sicher nicht einfach zu spielen, aber mit I hatte ich bisher recht gute Erfolge. Italien muss sehr vorsichtig gespielt werden. Eine Hauruck-Aktion führt eher selten zu Erfolgen (vor allem, wenn man gegen erfahrene Gegner spielt). Österreich ist am Anfang für mich Tabu. Wenn es früh zu einem Konflikt zwischen I und Ö-U kommt, ist das in 95% aller Fälle das Aus für beide Nationen, da sich dann R und T schnell zusammenraufen und das Feld von Osten aufrollen. Frankreich ist nur ein Ziel das sich lohnt, wenn D und E mitziehen. Die Option werde ich sicher nicht ausser Acht lassen, bedarf aber viel Absprachen zwischen den 3 Nationen. Das Deutsche Reich kann ebenfalls angegriffen werden. Das klappt aber nur mit Schützenhilfe von Frankreich. Ausserdem sollte E im Boot sein, was das Mittelspiel dann aber schwierig gestaltet, da eine Allianz F-E erfahrungsgemäß länger hält als F-I. Bleibt also noch die Türkei. Den 'Lepanto' werde ich sicher vorbereiten. Die Spieler: Frankreich (Andreas Braun) Ich hatte bisher nur das 'Vergnügen' Andreas in Anonym-Partien kennenzulernen (als Spieler und als SL). Andreas ist taktisch sehr gut. Im unterläuft nur selten ein Fehler. Als Nachbar werde ich sicher erstmal versuchen, eine DMZ einzurichten. Ob sich daraus mehr entwickelt wird sich zeigen. England (Bernd Wittmann) Ein Glück, dass Bernd weit weg ist. Mit Bernd konnte ich bisher nur auf FTF gut zusammenarbeiten. Wenn wir uns auf Ludo oder DEAC begegnen läuft es meist auf eine fiese Schlacht hinaus. Wir kennen uns zu gut, um uns über einen längeren Zeitraum voll vertrauen zu können. ;-) Aber ich werde mich von ihm über den Status E-F-D informieren lassen. Deutschland (Georg Kotschy) Ebenfalls ein guter Taktiker. Ausserdem ist er sehr überzeugend in seinen Mails. Ich bin gespannt, wie sich das Dreieck im Norden 'auflöst' Österreich-Ungarn (Jürgen Winter) Persönlich nicht bekannt, aber per Mail ein netter Kontakt. Auch wenn man sich als Gegner gegenübersteht kommt es immer wieder zu regem Mailverkehr. Bisher kenne ich ihn nur als Gegner aber das könnte sich hier ja mal ändern. Russland (Christian Ohage) Ohne ihm zu nahe treten zu wollen: Taktisch vermutlich der schwächste Spieler in der Runde. Aber nett! ;-) Wenn ich ihn wieder zur DipCon mitnehmen soll, kann er ja mal ein wenig mit mir zusammenarbeiten. *g* Türkei (Martin Schulz) 'Aber Galizien bleibt frei!' Den Satz haben wir uns mal bei einem FTF ca. 4 Spieljahre um die Ohren gehauen als ich Österreich und er Russland spielte. Natürlich blieb Gal frei, aber nur, weil wir immer jeweils mit der gleichen Stärke angriffen. ;-) Ich könnte mir vorstellen, dass er Russland leicht zu einer Allianz überreden kann. Gerade deswegen wird er vermutlich mein erster Gegner werden. Das als erste Einschätzung VOR den ersten Verhandlungen. |
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| 2002-04-03 15:05 Mit nem Kebap im Bauch, kann man sich gemütlich an die ersten Züge machen! Freundliche Briefe aus aller Welt bestärken mich in der Meinung, daß mein Deutsches Reich über Europa herrschen sollte. Schwer vorstellbar, daß dabei eine weitere nordeuropäische Großmacht geduldet werden kann, würde bedeuten England, Frankreich und Rußland auszuschalten, und einen der Südländer auf den 2ten Platz auszurichten. Fürs erste muß jedoch mal Nordeuropa befriedet werden, Moskau und Petersburg wären sehr verlockend, der englische König sollte sich auf jeden Fall schon mal um ne gemütliche Südseeinsel für sein Exil kümmern. Für maximale Beweglichkeit, sollte ich Schweden im Auge behalten. Noch ist nicht abzusehen wie sich Rußland entwickelt, aber irgendwas sagt mir, daß dies entscheidend sein wird. Das zu erwartende italienisch-österreichische Bündnis macht die Situation nicht leichter zu deuten, aber die Möglichkeit Rußland zu blocken (F Kiel - Den) sollte ich mir auf jeden Fall bewahren. Logische Folge, beide Armeen nach Westen zu schicken (A Ber - Kiel, A Mun - Ruhr)... |
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Mit England gehe ich in diese Partie
und hab erstmal schwer
geschluckt, als ich die Namen meiner Nachbarn Frankreich und Deutschland
sah. Naja, damit muß man leben und ich werd mein bestes geben um England
an die Spitze der Europäischen Häuser in dieser Showcase-Partie zu führen. |
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<03/04/02>Erste Informationen: E will gegen F. R soll gegen D ziehen und ich soll E gegen F helfen. Da bisher nur R und E geantwortet haben sind die Prognosen natürlich noch nicht sehr aussagekräftig. R hat Interesse mit mir und Ö gegen den Osmanen zu ziehen. Vielleicht lässt sich das ja kombinieren? Interesse ist auf Seiten von R vorhanden. Ein Zug nach Pru oder Sil kommt für R aber im Frühjahr noch nicht in Frage. Somit wird es auch unwahrscheinlich, dass ich meine A Ven nach Tirol schicke. Grundsätzlich will ich anmerken, dass gute Allianzen nur zustande kommen, wenn viel geredet wird. Da ich tagsüber grundsätzlich zu erreichen bin, gestaltet sich die Verhandlung mit Bernd (E) und Christian (R) ganz gut. Martin (T) und Georg (D) sind tagsüber auch manchmal erreichbar, so dass hier auch intensivere Verhandlungen möglich sind. Von Jürgen (Ö) habe ich bisher nur die private Mail-Adresse. Er kann theoretisch aber auch von der Arbeit mailen, so dass es hier wohl auch in absehbarer Zukunft zu schnellerem Austausch kommen wird. Einzig Andreas (F) mailt grundsätzlich in der Freizeit. Das macht ihn nicht unbedingt zu einem guten Bündniss-Partner. Aber da man mit Andreas keine 'Floskeln' tauschen muss, ist auch hier noch nichts entschieden |
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| Es ist einiges los. Die ersten Kontakte stehen und alle wollen nur gutes vom russischen Zaren. England will unsere Hilfe gegen Deutschland und Italien möchte einen Angriff gegen den Türken fahren. Ich werde also mal ganz unbefangen eröffnen und mit dem Osmanen im Schwarzen Meer bouncen. Die einzigen VZ die ich im ersten Jahr anvisiere werden Schweden und Rumänien sein. Manchmal ist weniger halt mehr, speziell wenn man den Russen spielt und eh den psychologischen Nachteil hat das man zu Beginn schon 4 VZ inne hat. Mit Österreich plane ich ein Friedensabkommen und werde daher darauf verzichten Galizien zu besetzen. Das solls für erste gewesen sein. Mehr im Herbst. |
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| Nun denn, mögen die Spiele beginnen. Schauen wir
erst einmal wer direkt um uns herum liegt: Rußland - Christian O.: uiui, der Christian... Mal sehen wie er so reagiert, nachdem er in unserer letzten Partie als Erster rausgekegelt wurde. Osmanien - Martin Sch.: Auch kein Unbekannter. Habe in der Chaos 1 Partie lange Zeit mit ihm versucht was zu reißen, bis er das Bündnis verließ. Italien - Jan "Herbstzug" B.: Ein "alter Bekannter", der immer den kleinen Vorteil zum Sieg sucht und gerade in Herbstzügen die ein oder andere Absprache zu vergessen scheint. Deutschland - Georg K.: Mit Georg habe nur über Ludosoccer-Fußballpartien richtig zu tun gehabt. England - Bernd W.: Hmmm, Bernd... alter Ludohase, aber zum Glück ist England erstmal weit weg. Frankreich - Andreas B.: Mit A. B. aus X. an der Y. (so ähnlich kenne ich ihn aus den Foren) habe ich noch nie gespielt, schwer einzuschätzen für mich. Wie werde ich nun an die Partie herangehen? Zunächst einmal Kontakt zu meinen unmittelbaren Nachbarn Rußland, Osmanien und Italien herstellen. Und dabei natürlich mit aller Macht versuchen ein Bündnis Osmanien/Rußland zu verhindern. Mir schwebt mittelfristig ein gemeinsames Vorgehen mit Jan (Italien) vor. Und kurzfristig mit Rußland gegen Osmanien oder umgekehrt. Also, frisch auf ans Werk! |
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| 2002-04-05 12:55 Soda, die erste Mailwelle ist verschickt. Wenn's nach mir ginge, sollte Frankreich in England landen, Österreich-Ungarn Rußland besiegen, und ein osmanisch-italienischer Krieg wäre natürlich auch nicht zu verachten... |
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| <05/04/02> Georg ist schreibfaul. Da er aber anscheinend (Info von F) mit niemandem ernsthaft Kontakt hat, macht ihn das schon zu einem Gegner. Österreich ist für unkonventionelle Züge zu haben, d.h. man könnte einen Konflikt zwischen ihm und mir eine Weile vortäuschen. Ich bin mir schon ziemlich sicher über meine Züge Ven-Tyr Rom-Apu Nap-Ion Martin (T) weiss, dass ich eher klassisch eröffnen werde, hat mir aber auch schon angeboten, mich nach Gre zu supporten. Da ich so eine Zusage auch schon von Ö habe, bin ich schon fast überzeugt, auch wirklich Gre zu probieren. Mit dem Zug nach Tyr könnte man einen Konflikt mit Ö vermuten. Ich wäre dann sogar in der Lage, mir meinen Partner im Herbst auszusuchen. Mit T gegen Ö; Mit Ö gegen T; Die Frage wird sich klären, wenn ich weiss, wie R gezogen ist. Einzig die Armee aus Ven ist noch unsicher. Wenn Bernd aktiv wird, werde ich wohl den Zug nach Pie wagen, aber dazu müsste Georg etwas aktiver sein. |
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| Ich weiß nix, gelogen wird wohl an allen Ecken und Enden. Und da wir grad ne Findlingskatze zuhause haben und mir beruflich der Kopf raucht spiele ich das was jeder Franzose spielt wenn er keinem traut und meint 3 gegen sich haben, Standard. |
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<08/04/02> Nach dem anfänglichen Abtasten ist es nun etwas ruhiger geworden. Kaum Mail-Verkehr. Meine Züge stehen fast fest: Die A Ven wird nach Tyr ziehen. Wenn E und D gegen F ziehen ist sie eine Hilfe für F (was mir auf jeden Fall eine ganze Weile den Rücken freihalten wird). Wenn E und F gegen D ziehen, kann die Einheit da sogar mitmischen. Ö sagt mir, dass er kaum Nachrichten von R und T erhält. Das deutet darauf hin, dass R doch nicht so unbedingt gegen den Osmanen ziehen will. Mal sehen, was er so sagt... |
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| Die ersten Bündnisse sind geschmiedet, auch wenn es sich erst nach den
ersten beiden Züge rausstellt wer hier wen hintergehen wird. Aber auch ich will mich da nicht ganz unschuldig hinstellen, denn ich werde
Frankreich entgegen den Abmachungen arg in Bedrängnis bringen und hoffe auf die zugesagte Hilfe aus Berlin und Rom.
Kann aber auch passieren, das ich derjenige bin, der hier das nachsehen hat, (hab da mit England so meine bitteren Erfahrungen sammeln müssen). Während dessen habe ich auch noch Rußland einen Angriff auf Deutschland schmackhaft gemacht. Also mal sehn was daraus wird. Nicht das ich am Ende den Zorn aller auf mich ziehe :-o |
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| Tja, es sieht immer noch nach 3:1 (D, GB, I: F) aus, aber ich arbeite dran,
Georg könnte kippen da er hoffentlich so viel Umsicht besitzt und weiß wie
die Sache weiter geht wenn ich erst einmal Geschichte bin. Jan wird wohl mit
ÖU paktieren, ist auch die einzig sinnvolle Variante für ihn, Lepanto bzw.
der Orient-Express lassen grüßen. Russland ist für mich die einzige Unbekannte, wenn er aggressiv gegen Norden geht besteht noch eine Chance,
zumal er dann mit T paktieren muß was ÖU lange beschäftigen wird und den
Italiener zum Dieb macht. Nach 1901 F werden die Karte neu gemischt und die
wirklichen mittelfristigen Bündnisse geschmiedet. Meine Züge sind natürlich
ein Affront gegen GB (Eng), I (Pied) und gegen die Absprache mit D (Bur), aber
irgendwie muss man sich ja wehren. |
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| <11/04/02> So, jetzt haben wir erstmal geholfen, dass R und Ö kommunizieren können. ;-) Tja, aber was mache ich mit der A Ven? F hat die Info, dass ich nach Pie ziehen könnte von T gehört. Aber wer hat es T erzählt? E scheint wirklich gegen F ziehen zu wollen. Aber bei D bin ich mir da nicht so sicher. F dürfte Vertrauen zu mir haben (ich füttere ihn ja auch mit Infos über E und D). Ich werde nun versuchen herauszufinden, ob er E und D rausbounced. Wenn das geschieht, kann ich ohne Probleme nach Tyr ziehen. Wenn er aber nichts dergleichen tut, werde ich mich wohl doch an den Zug gegen F dranhängen. Gerade habe ich gesehen, dass unsere Partie 400 die derzeit höchstwertige in der DB ist. Ich trage nicht unbedingt dazu bei. ;-) Aber das wird sich bald ändern (HS-Wert). Es ist aber IIRC die interessanteste Partie, die ich bisher gespielt habe (und dabei ist noch kein Zug passiert). <12/04/02> Georg (D) wird wieder etwas glaubwürdiger. Zum Glück sind noch ein paar Tage bis ZAT. Eine Woche hätte hier NIE ausgereicht. Wenn es nach Ö ginge, wäre die Auswertung schon lange überfällig (na er hat ja auch nicht mit Georg und Andreas zu kämpfen *g*). Ich entscheide vermutlich kurzfristig, was meine A Ven macht. <16/04/02> Morgen ist ZAT. Die letzten Tage war kaum Korrespondenz. Das weckt in mir auch wenig Vertrauen auf einen gemeinsamen Angriff auf F. Ich gebe nun meine Züge ab. Ven-Tyr wird gezogen. Ich hoffe, dass Ö nach Alb geht. Dann kann ich im Herbst wirklich entscheiden, was ich mit A Tyr mache. Die A Vie wird sich mit A War in Gal bouncen, d.h. Wien ist auf jeden Fall besetzt. |
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| die zugabgabe naht. es war eine für meine verhältnisse recht müde verhandelrunde. das kann gut sein, das kann aber auch schlechtes bedeuten. da ich meinen mailkontakt an anderer stelle aufbewahre gehe ich hier nur auf meine subjektiven einschätzungen ein. ich habe meinen truppen folgendes befohlen: Ö (ich): für mich stehen nur zwei fest, die ich kurzfristig nicht als gegner ansehe: italien und deutschland. ansonsten werde ich in den kommenden zügen versuchen, entweder mit R/I gegen O vorzugehen oder mit O gegen R. schaun mer mal. zug: vie-gal, tri-alb, bud-ser meine einschätzung zu den nachbarn, koalitionen, zugabgaben: I (jan): guter kontakt bisher. ich habe vor mit I zumindest mittelfristig gut zusammenzuarbeiten. trotz des konfliktraumes ven-tri ist aus österreichischer sicht ein angriff auf I selbstmord. vor jan selbst werde ich mich allerdings hüten müssen. er ist dafür bekannt, seinen siegeswillen immer durchzusetzen und überrascht gerade in herbstzügen seine freunde mehr als seine gegner. folglich versuche ich diplomatisch zu verhindern, daß jan zu früh seinen ersten gegner (m.e. D) besiegt. zug: ven-tyr, rome-apu, nap-ion D (georg): sehr guter kontakt. ich habe hier mittelfristig einen verläßlichen partner. da ich anhand der mails von einer I-F attacke auf D ausgehe muß ich hier intervenieren. wenn nämlich E auch noch mitspielt ist D schnell überrannt und das ist nicht in meinem sinne. ich habe daher georg dazu bewegt seine armee aus mun nach tyr zu ziehen um mit der italienischen armee zu bouncen. hoffentlich bekommt er E auf seine seite, dann würde der konflikt E/D - F/I lange genug dauern meine angelegenheiten im osten zu klären. zug: ber-kiel, kiel-den, mun-tyr R (christian): kontakt mit hindernissen. christian hat eine mail von mir lange übersehen. er will zunächst nur rum haben und seine armee in war stehen lassen. das war mir zu vage und zu gefährlich. steht rußland in gal geht es mir ganz schlecht. daher habe ich rußland vorgeschlagen in gal einen absichtlichen bounce zu produzieren. hier kam noch keine antwort. zug: war-gal, sev-bla, mos-ukr, stp richtung swe O (martin): nur ein-zwei mails. martin will abwarten bis nach dem ersten zug, bevor er sich auf irgendetwas festlegt. das kann bedeuten, er hat sich mit R bereits geeinigt, kann aber auch stimmen. auf jeden fall mal die ersten züge abwarten. ein bounce mit R in bla kann auch abgesprochen sein. zug: ank-bla, con-bul, smy-con F (andreas): wenige mails. aber ich rechne fest mit einem startbündnis F/I. beim flottenzug wird man sehen, ob sie mit oder ohne E gegen D vorgehen. zug: par-bur, mar s par-bur E (bernd): ebenfalls wenige mails. hier ist absolut keine einschätzung möglich. |
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| Mein liebes Kriegstagebuch, düstere Zeiten brechen über Europa herein und auch unser geliebtes St. Petersburg bleibt nicht davon verschont. Botschafter verschiedener Nationen sind in den letzten Monaten bei uns vorstellig geworden und haben um die Gunst unserer Nation gebuhlt. Meine Berater warnen mich fast täglich davor jemandem zu vertrauen. Zu tief sitzt die Angst dass wir nur gebraucht werden sollen. Aber wir müssen uns entscheiden. Wenn wir niemandem vertrauen laufen wir Gefahr, dass unser Heimatreich in Kürze überrannt wird. Doch was sollen wir tun?` Gehen wir auf die englischen Wünsche ein und stürzen uns in einen Krieg mit Deutschland? Dieser Vorschlag muss gut überdacht werden, Wenn England es ernst meint und auch Frankreich bei diesem Feldzug mitmacht, kann bei diesem Feldzug ohne großes Risiko Berlin für uns abfallen. Sollte aber Frankreich an der Seite Deutschlands in den Krieg einsteigen bekommen wir schneller Probleme an der Westfront als es uns lieb ist. Ich denke wir werden erstmal die Frühjahrsmanöver abwarten und uns im Herbst entscheiden. Dann ist da noch der Vorschlag aus Rom. Zusammen mit Österreich-Ungarn einen Dreier-Feldzug gegen den Sultan. Dieser Vorschlag klingt auf jeden Fall sehr interessant, birgt aber auch Risiken. Zwar haben die Botschafter beider Nationen Depeschen mit Angriffsplänen überbracht, aber speziell dem Italiener gegenüber sind meine Außenpolitischen Berater sehr skeptisch, und befürchten viel mehr ein Bündnis aus Italien und der Türkei. Wir werden zum Schein erstmal auf die Vorschläge eingehen aber unsere Truppen werden immer wachsam sein. Gespannt warten wir auf die Truppenbewegungen unserer potenziellen Freunde und Feinde. Das soll es fürs erste gewesen sein. In Kürze aber werden wir wieder unser Tagebuch aufschlagen um Stellung zu den Frühjahrsmanövern zu nehmen. |
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| Meine kurze Betrachtung zum Fruehjahr 1901 - Martin Schulz, Tuerkei Was soll ich gross betrachten? Die Ausgangssituation ist jedem bekannt. Ich sitz als Osmane in der Ecke und kann eigentlich erstmal abwarten. Verhandelt wurde vor dem ersten Zug nicht sonderlich viel, ausser den ueblichen 'ich hab euch alle lieb'-Bekundungen :-) Es ist zwar eine showcase-Partie und eigentlich spiele ich ja gern etwas 'kreativ', die Eroeffnungszuege sind aber stink langweilig: A Con - Bul (wer haette das gedacht? ;-) A Smy - Con F Ank - Bla Viel andere Moeglichkeiten gibt es, wie ich finde, auch nicht. Mit Russland will ich mich nicht gleich anlegen (der bounce in Bla ist abgesprochen) auf der anderen Seite sollte man gerade im ersten Zug niemandem trauen. kurz zu den Nachbarn: Jan in Italien ... zu Silvester stand in seiner SMS etwas im Sinne von: 'Guter Vorsatz fuers neue Jahr: Solo mit Italien' :-) Christian als Zar: der sicherlich stattfindende bounce im Schwarzen Meer ist abgesprochen und die klassische Taktik Osmaniens waere es dann wohl, mit Russland zusammenzuarbeiten und ihn im Mittelspiel zu stabben. Aber wer spielt schon klassisch? ;-) Juergen als Oesterreicher: frueher oder spaeter gibt es wohl in fast jedem Spiel Streit zwischen dem Osmanischen Reich und Oesterreich, da sind einfach zu viele VZs auf dem Balkan. Aber eine Buendnis Tuerkei-Oesterreich haette hat etwas fuer sich. So, schwammig genug? |
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| 2002-04-17 Liebes Tagebuch, Ein Sushimittagessen und 2 Videos (Quills - schrecklich, Liberty Heights - sehr gut) haben mich doch glatt vergessen lassen, das Tagebuch heute noch rechtzeitig upzudaten. 48 mails sind seit dem letzten Eintrag rein und rausgegangen, trotzdem hat sich nichts wesentliches verändert. Noch immer steht die Partnerschaft mit Frankreich im Vordergrund, doch hat sich daneben eine vielversprechende Freundschaft mit Österreich-Ungarn entwickelt. Dies hat auch gleich zur einzigen Änderung in meinen Zügen geführt, auf Wunsch des Kaisers werden wir versuchen Tirol zu besetzen. Dies ist gleich ein guter Test für die Beziehungen zu Frankreich, und gleichzeitig ein zweideutiges Signal an England, ich ziehe noch nicht gegen, aber auch nicht offensichtlich für Frankreich. Ansonsten bleibt zu hoffen, daß der Russe im Osten bleibt, und Italien nicht nach Piedmont zieht. Na mal schauen, was die Auswertung bringt... |
| Land | Zuege | Rueckzuege | Auf- und Abbauten |
| Tri - Alb: OK Bud - Ser: OK Vie - Gal: Bounce with War 1:1 |
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| Lon - Eng: Bounce with Bre 1:1 Edi - Nth: OK Liv - Yor: OK |
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| Bre - Eng: Bounce with Lon 1:1 Mar - Pie: OK Par - Bur: OK |
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| Kie - Den: OK Ber - Kie: OK Mun - Tyr: Bounce with Ven 1:1 |
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| Ven - Tyr: Bounce with Mun 1:1 Nap - Ion: OK Rom - Apu: OK |
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| StP - Bot: OK War - Gal: Bounce with Vie 1:1 Mos - Ukr: OK Sev - Bla: Bounce with Ank 1:1 |
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| Con - Bul: OK Smy - Con: OK Ank - Bla: Bounce with Sev 1:1 |

| Wien, 17.04.02 So, und natürlich kann ich mich bei so reichhaltigen und dokumentativ so wertvollen Kommentaren wie obigen nicht zurückhalten und gebe also zu den einzelnen Runden auch noch meinen Senf dazu. Fast beneide ich mich ja selbst um meine Position in dieser Partie. Ich bin, sozusagen, im Inneren dieses Spiels. Ich kenne die Gedankengänge der einzelnen Spieler (als einziger - weder Zuseher noch der Rest der Spieler haben Zugang), ich bekomme alle Entwicklungen aus erster Hand mit. Selten werde ich mich mit einem Spiel so intensiv befasst haben wie mit diesem. Und ich freu mich schon darauf. Zwei Dinge fallen beim Lesen der Kommentare und beim Durchsehen der Züge auf: die vorsichtige Einschätzung von möglichen Allianzen (einzig Bernd in E scheint sich hier ziemlich fest gelegt zu haben - der Rest wartet mal ab) und die vielen Bounces überall in Europa, vor allem aber an neuralgischen Stellen (i.e. Bla und Eng). Das passt zusammen und fügt sich in ein Bild, das da lautet: im ersten Jahr mal solide aufbauen und die anderen Reiche beobachten. Keine fixen Absprachen vor 1902 (die Aufbauten 1901 geben meistens am Besten darüber Auskunft, wer in welche Richtung vorgehen wird) und die kritischen Provinzen frei halten. In dieser Partie spielen durchwegs erfahrene Recken, die sich nicht so leicht in vorschnelle Bündnisse verstricken werden. Trotzdem wissen sie um den Wert von kleinen Gesten (D's Zug nach Tyr z.B. auf Wunsch von Oe - hier wird an einem Fundament für ein solides Bündnis gebastelt). Eindeutiger Verlierer dieses ersten Zuges ist für mich F. Aus eigener Kraft und ohne Hilfe aus anderen Reichen kann Andreas kein einziges(!) VZ einfahren. Vermutlich wird er aber Bel einnehmen, da E sich den garantierten Aufbau in Nwy nicht entgehen lassen wird. Trotzdem ist es untypisch für F, die iberischen Zentren derart zu negieren, allerdings dürfte Andreas mit wenigstens einem bounce in entweder Bur oder noch besser Pie gerechnet haben. F sollte eigentlich unbedingt zwei Zentren aufbauen um sich auch gegen einen konzentrierten Angriff von E und D verteidigen zu können. Andreas' etwas paranoide Taktik (wenn schon alle gegen mich sind, dann bin ich auch mal gegen alle) geht hier aber nicht auf - Deutschland ist ihm wohlgesonnener als er glaubt und auch I wäre bereit, E/F gegen D zu unterstützen. Nun kann der gegenteilige Fall eintreten und ein vermeintlich schwaches F die (verärgerten) Geier der umliegenden Reiche wie magisch anziehen. D hat nun die Wahl, einen schwächelnden Gegner (F mit nur einem Aufbau 1901) relativ bald zu beseitigen, oder einen guten Freund zu gewinnen, indem er Andreas hier unterstützt. Italien beginnt diese Partie klassisch und gut: als Zünglein an der Waage in Ost und West. Jan wird hier wahrscheinlich vor allem im Osten eine aktive Rolle spielen (am liebsten vermutlich mit Oe und R gegen Erzfeind Osmanien), im Westen eine abwartende, wo er je nach Allianz versuchen wird, ein paar Zentren des armen Dritten abzubekommen. Dafür ist allerdings notwendig, dass der Dritte nicht England heißt. Der Bounce in Tyr kam sicher überraschend (da hat Oe sehr erfolgreich intrigiert), auch die A Pie ist unangenehm. I muss versuchen, sich wenigstens mit F oder D zu arrangieren. Sehr gut weggekommen ist im ersten Zug Oe. Jürgen hat schon mal zwei Aufbauten fix (es sei denn, er unterstützt I nach Gre wie Jan das angedeutet hat - das wäre zwar originell aber vielleicht nicht unbedingt weise), den Rücken frei (durch den geschickt eingefädelten Bounce von I und D in Tyr) und wenigstens einen guten Freund (D) am Brett. Der Bounce in Gal hat keine Aussagekraft, da er vereinbart war. Der Sultan beklagt zu Recht die Ausgangslage seines Reiches. Es ist schwer, mit Osmanien von Beginn an kreativ zu spielen. Immerhin kann sich Martin vorstellen mit Oe zu kooperieren, meistens aber mag Oe das nicht; ein verschwundener Sultan ist besser als ein starker Sultan, warum also den Sultan am Leben lassen? Viel hängt mMn von R und der russischen Strategie ab. Wenn Christian sich dazu durchringen kann, gemeinsam mit Oe und I zuzuschlagen, dann sieht's aber schwarz aus für Martin. Christian ist als Zar in der glücklichen Lage, dass ihn jeder gerne als Freund hat. Das ist übrigens eine Erfahrung, die viele Zaren am Anfang der Partie machen. Hier ist für ihn die Frage: wer benutzt ihn, und wer sieht ihn tatsächlich als langfristigen Partner (beinahe wörtlich aus seinem Kriegstagebuch entnommen). Auch in R wartet man ab, auch hier keine überhasteten Entscheidungen. Warum sich Bernd in E gleich zu Beginn F als Gegner ausgesucht (und offensichtlich im ersten Zug hintergangen) hat, ist unklar. Klar ist, dass D generell der etwas günstigere Partner für E ist, allerdings hängt das sehr vom jeweiligen Spiel ab. Ein Bounce im Eng 1901 ist für beide Beteiligten eine unangenehme Sache; F und E verlieren ein Tempo (und einen potenziellen Freund, wenn die Sache nicht vereinbart war!); D kommt in die glückliche Lage, sich seinen Partner auswählen zu können, und hätte (wenn ich die letzten Meldungen richtig deute) wohl F ausgewählt; allerdings ist die A in Bur nicht unbedingt das was man unter einem Friedenssymbol für einen Freund versteht... Mal sehen, wie Georg das sieht. Georg ist übrigens sehr ordentlich in die Partie gegangen. Ich denke, der Zug der F Kie nach Den sollte fast obligatorisch sein; in Hol ist die Flotte nicht gut aufgehoben, zugleich gibt D dadurch jeglichen Anspruch auf Swe auf. Eine lustige Variante (für D) ist, im Herbst A Kie - Den und F Den - Bal zu ziehen. Damit fällt Swe 1902 fast automatisch an D. Voraussetzungen dafür sind allerdings, dass D in Ruh steht (um Hol einzunehmen), F nicht in Bur und E sicherer Verbündeter ist. Ist hier nicht wirklich gegeben, vermutlich folgen eher konservative deutsche Züge (wobei immer noch die Frage ist: Bounce oder nicht Bounce in Swe). Sebastian Beer |