Archive des BUMM, Sommer 1907


Notizen der Herrscher
Truppenbewegungen
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Notizen der Herrscher

England:  Üble Geschichte, das mich nun mein bisher verbündeter Nachbar Frankreich so hinters Licht geführt hat. Aus Wien kommen Angebote gemeinsam gegen Frankreich zu ziehen, aber dem traue ich genauso wenig wie dem Herrscher aus Paris.
Versuche nun Deutschland, Rußland und Italien zu einer Allianz der kleinen zu gewinnen. Leider steht Italien im Süden zu aussichtslos um dort etwas umzubiegen. Mit letztem verzweifelten Einsatz versuchen wir nun im Norden Deutschlands der Vormarsch der großen Allianz zu stoppen. Dieses Jahr wird sich sehr deutlich zeigen wer am Ende als Sieger vom Platz geht. Aber ohne das Frankreich und Österreich Fehler machen, werden die ersten beiden Plätze wohl Ihnen gehören. Und mit besagten Fehlern ist wohl absolut nicht zu rechnen. 

London wird bis zum Herbst fallen und dafür muß ein Ausgleich her, der wenn alles optimal läuft mit Holland möglich ist.

Osmanien:  Der Standardsatz jedes neuen Kommentars: Ich lebe noch! ;-)

Ich hatte ja vermutet, dass sich Oesterreich einen der beiden anderen als kurzfristiges
Buendnis erhaelt. Aber so hat Juergen wohl einen Fehler gemacht, jedenfalls kann er mich
nicht ganz so schnell da unten vertreiben.
Er hat mir angeboten Sev zu besetzen oder ueberhaupt meine Einheit etwas offensiver
einzusetzen, klingt ja auch ganz nett, nur leider koennte das auch ein einfacher Versuch
sein schnell an das eine VZ zu kommen. Denn wenn ich da unten weiterlebe blockiere ich
mindestens 1 Einheit, eher 2, um mich zu vernichten braucht er auch noch mindestens bis
1909h.

Deswegen werde ich wohl dort in der Ecke bisschen weiter sitzen bleiben und ein paar
Einheiten von Oesterreich beschaeftigen, vielleicht schaffen es die anderen ja doch noch
Oesterreich aufzuhalten.

mein Zug:
A Ank - Con
die sicherste Geschichte. Andere Moeglichkeit waere A Ank - Smy gewesen, doch dann besteht
die Gefahr A Con - Ank und F Smy - Con ... damit waere ich im Herbst draussen.
A Con - Ank/Smy und F Smy - Con halte ich aktuell auch fuer die sinnvollsten Zuege
von Oesterreich. Na mal sehen wie er zieht.

Oesterreich:  der herbstzug 06 war doch überraschend für mich. ich hab nicht damit gerechnet, daß es nochmal zu einem "aufstand der kleinen" kommt in dieser partie. jetzt ist für mich natürlich die frage wie es dazu kam. hat mein bündnispartner frankreich mir steine in den weg legen wollen? das kann ich ja verstehen und hätte es an seiner stelle wohl ähnlich gemacht. oder hat es E organisiert? naja zunächstmal gilt es diesen zug sich zu konsolidieren:

meine züge:
pied s tri-ven
tri-ven
ruhr-kiel
mun s ruhr-kiel
pru-lvn
vie-gal
bud-rum
con h
smy-aeg
ion s tun h


I:
jan hat sich wie im worst case angenommen nur ein VZ abnehmen lassen. diesmal werde ich mir ven sicher einverleiben. leider bin ich mir der verbindung F-I nicht bewußt. es wäre fatal für mich, wenn sich I zu lange hält und dann mit F zusammengeht.
ich rechne mit folgenden zügen:
west-tyn
tyn-nap
rome-ven

R:
christian folgt nun den vorschlägen von bernd. und da dieser nicht mit mir zusammenspielen will, ordnen sie die ostfront neu.

ich rechne mit folgenden russischen zügen:
sil-mun
lvn-war
ukr s lvn-war


D:
georg soll nun langsam eine größere rolle bekommen. bernd hat ihm unterstützung nach kiel zugesagt. ich will auch, daß er dort hineinkommt. deswegen lasse ich auch zu, daß mein eigener angriff auf kiel (der so mit F abgesprochen war) scheitert.

D zieht:
ber-kiel


E:
bernd hat auf F vertraut und ist reingefallen. sein einziger partner, der ihm ein überleben sichern könnte wäre ich. aber er vertraut mir nicht und daher bleibe ich bei meinem partner F. E wird wohl wie folgt ziehen:
nth-yor
hel-nth
den-hel
bal s ber-kiel
stp-lvn
bar-nrg


F:
mit andreas ist ausgemacht: halten in tun, angriff auf kiel meinerseits und austausch mun. eigentlich will ich gar nicht nach kiel, daher ist mir der wahrscheinliche E/D/R-angriff ganz recht. meine wichtigste hoffnung: F ist tatsächlich mein verbündeter und treibt kein doppeltes spiel.


O:
ich habe O ein ultimatum gestellt: entweder er geht mit mir gegen sev oder ich hau ihn raus. mal sehen, wie er zieht. sollte er so ziehen wie abgesprochen, werde ich versuchen ihn zumindest länger als R und I leben zu lassen. ich rechne mit:
ank-arm

ausblick:
meine siegchancen sind gesunken, da der erhoffte schlag im letzten herbst nicht geklappt hat und ich nun an vier fronten kämpfen muß... aber schaun mer mal.

Frankreich:  Die letzte Runde ist erstaunlich gut gelaufen, Bernd, der sonst so misstrauisch ist, hat diesmal auch wirklich alles geschluckt. Eines muß man wirklich sagen, Jürgen mag das Spiel, er hätte es wirklich leichter haben können. Einerseits wenn er mich hätte zappeln lassen und einfach Mar kassiert hätte, andererseits, wenn Christian und Jan "nichts geahnt" hätten. Aber an dieser Stelle sei gesagt: Ich habe sie definitiv nicht gewarnt!
OK, habe heute bestimmt 2 Stunden meines Lebens für dieses blöde Spiel geopfert, sinnlos, bei der augenblicklichen Konstellation kann ich Jürgen nicht staben. Die (wahrscheinlich bedingungslose) Zusammenarbeit mit Bernd wäre die Folge, das hatten wir noch nicht, würde also sicherlich gehen. Und da Georg sich im Augenblick in Jürgens Schoß ganz sicher fühlt, er will ums Verrecken Jan und Bernd überleben, würde ich im Norden gänzlich allein stehen. Das bringt nichts.
Jan wäre rund ums Mittelmeer sicherlich auf meiner Seite, doch nach einem, von mir verursachten Mailchaos den ganzen Nachmittag und Abend lang, habe ich mich, zumindest für dies Frühjahr, noch zur Ruhe entschlossen. Mar wird halten, ansonsten läuft alles wie abgesprochen.
Tun s Tyn-Ion und Hol-Ruhr, Bel+Bur s klingt zwar verlockend, zumal das Ion und die Adr die einzige weiche Stelle in Jürgens Reich ist, welche ich bedrohen könnte, aber es muß warten, zur Not opfere ich eben Tun für Jan, damit der noch etwas dabei bleibt. Wenn ich Pech habe, dann baut Jürgen im Herbst ne neue Flotte in Tri, aber so weit sind wir noch nicht.
Wenn doch Martin nen Glückszug gelänge, Smy und Con werden sicherlich nicht halten, Jürgen hat sehr viel Angst wegen Ion, da bin ich mir sicher.
Für den nächsten Zug gilt es erst einmal zu hoffen, dass Jürgen mich nicht stabt, unwahrscheinlich ist das nicht, er hat sich nach Bel und Mar erkundigt, Einheiten, die prinzipiell für eine gemeinsame Absprache nicht wichtig sind. Und gegen Abend kam dann ne weitergeleitete Nachricht von Bernd herein, zarte Annäherungsversuche. Angeblich will Bernd Kiel nicht, sondern nur Hol im Herbst. Klar, er wird versuchen Lon zu decken. Egal, ich drücke dem Russen beide Daumen und ziehe:

Tun s Ion xxx
Naf-Mat-Spa
Mat c Naf-Spa
Mar s Naf-Spa
Bre-Eng
Liv-Wal
Hol s Ber-Kiel
Bel s Hol xxx
Eng-Lon
Bur s Bel xxx

Mar vergesse ich dabei, halten ist hier besser


Deutschland:  So, jetzt geht's langsam um die Salami. Österreich-Ungarn hat sich größenmäßig noch immer nicht von Frankreich absetzen können oder wollen, England ist dadurch wieder gesprächsbereit, und dieses Jahr ist mal wieder alles möglich. 100% Wachstum, 100% Verlust oder auch 0% irgendwas. Kann im Augenblick niemand sagen was davon eintreten wird, aber mein gott na, optimistisch bin ich eh immer...

Italien: Es war also doch eine Finte. Ich Dussel habe auch nicht reagiert, als Martin mit geschrieben hat, dass er mich supporten will. Ich ging davon aus, dass ich Smy behalte und keine Abbau habe. Jetzt sieht es natürlich ganz düster für mich aus. Andreas hat mich kontaktiert. Das Ganze ist wohl nicht ganz so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hat. Er will mir helfen, damit Ö kein Solo bekommt. Ob das wahr ist, ist in meiner jetzigen Situation völlig unerheblich. Eine Hilfe könnte ich zwar gebrauchen, aber wenn F mir nicht hilft, geht es nur schneller.


Truppenbewegungen

Land Zuege Rueckzuege Auf- und Abbauten
Oesterreich - Ungarn Smy - Aeg: OK
Con H: OK
Bud - Rum: Bounce with Ukr 1:1; 
Vie - Gal: OK
Tri - Ven: OK
Pie S Tri - Ven: OK
Pru - Lvn: Bounce with StP 1:1; 
Ruh - Kie: Defeated by Ber 3:1; 
Mun S Ruh - Kie: Cut by Sil; 
Ion S Tun H: OK
   
Großbritannien Bal S Ber - Kie: OK
Den S Ber - Kie: OK
Hel - Hol: Bounce with Hol 2:2; 
Nth - Lon: Bounce with Eng 1:1; 
Bar - Nrg: OK
StP - Lvn: Bounce with Pru 1:1; 
   
Frankreich Tun S Ion H: OK
NAf - MAt - Gas: OK
MAt C NAf - Gas: OK
Mar S NAf - Gas: Illegal; 
Bre - Eng: Bounce with Eng 1:1; 
Liv - Wal: OK
Hol S Ber - Kie: Cut by Hel; 
Bel S Hol H: OK
Eng - Lon: Bounce with Nth 1:1; 
Bur S Bel H: OK
   
Deutsches Reich Ber - Kie: OK    
Italien Tyn - Nap: OK
Rom S Tyn - Nap: OK
Wes - Tyn: OK
   
Russland Sil - Mun: Bounce with Mun 1:1; 
Lvn - War: OK
Ukr - Rum: Bounce with Bud 1:1; 
   
Osmanisches Reich Ank - Con: Bounce with Con 1:1;    

 


Karte


Anmerkungen des BUMM

Wien, 08.08.02
Als ob Andreas meine Analyse gelesen hätte (hat er natürlich nicht) überlegt er scheinbar schon wieder, wie er seinen neuen Partner Österreich schnellst möglich los bekommen könnte. Ich hätte mir eigentlich schon gedacht, dass die beiden zumindest ein, zwei Jahre kooperieren würden, allerdings hat Andreas offenbar bekommen was er wollte (ein England, das es locker aufrollen kann) und kann sich deswegen wieder um die großpolitische Lage kümmern. 

Da ist am auffälligsten, dass Bernd ums Verrecken nicht mit Jürgen zusammen spielen möchte. Zarte Annäherung hin oder her, wenn man von der absoluten Anzahl der Einheiten ausgeht, liegen F und Oe dicht beisammen, beide haben gute Aussichten auf Zuwachs, beide scheinen im Moment nicht zu stoppen zu sein. Nur: der eine greift England ganz brutal an, während der andere seine Absicht zur Allianz bekundet. Da ist zarte Annäherung zu wenig, da müsste sich England eigentlich OE an den Hals werfen, und hoffen, dass es OE gegen F gedreht bekommt. Außerdem könnten Oe/E sowohl in Russland als auch in Deutschland schnelle Gewinne machen, und gemeinsam F in die Zange nehmen.

Für I und R, deren Spiel bisher absolut parallel verläuft, ist die Partie mehr oder weniger zu Ende. Was jetzt folgt ist die große Verteidigung der Heimatzentren, die allerdings nicht lange aufrecht erhalten werden kann, und dann entweder das Ausscheiden oder die Rolle des Kleinstaates, der die großen noch ein bisschen ärgert (s. Osmanien). Anders Deutschland. Wenn es gelingt, einen der großen Jungs (im Moment Österreich) bei der Stange zu halten, sind sogar Gewinne möglich. Solange einer von Oe/F überzeugt ist, dass D wichtig für ihn ist, hat Georg gute Chancen, in dieser Partie noch mal eine tragende Rolle zu spielen. Knackpunkt ist diese Runde. Genauso gut, wie er sich wieder als bedeutende Kleinmacht positionieren könnte, kann er auch noch in dieser Runde draußen sein. 

Gespannt darf man sein, wann zwischen F und Oe wieder die Fetzen fliegen. Der Auszug aus Mar war sicher ein großes Zugeständnis von Jürgen an Andreas, und eine Demonstration von "Ich will mit dir kooperieren". Auch sein Kommentar schlägt in dieselbe Kerbe, neben Deutschland ist im Moment nur Frankreich potenzieller Partner. 

Und Andreas denkt bereits laut über einen Bündniswechsel nach. Das ist gar nicht so leicht, denn wer käme noch als Partner in Frage? Bernd wird sich das zwei mal überlegen, und inakzeptable Forderungen stellen. Jan ist bald nicht mehr in der Lage, sich als vielversprechender Partner zu präsentieren, Russland wird in Zukunft vor allem innerhalb der eigenen Grenzen beschäftigt sein, und Deutschland wird gerade von Österreich gesund gefüttert, und nur schwerlich die Seiten wechseln, solange die Bedrohung von F gleich groß ist wie jene, die von OE ausgeht.

Interessant auch die Situation in Osmanien. Zwei österreichische Einheiten sind notwendig, um eine osmanische wenigstens in Schach zu halten. Um hier Gewinne zu erzielen und den Sultan in die Schweiz zu schicken ist sogar noch eine zusätzliche Einheit notwendig, die über Sev kommen könnte. Allerdings: Österreich wird es sich nicht leisten können, die F Aeg dauerhaft gegen den Sultan einzusetzen, besonders wenn Frankreich tatsächlich wieder die Fronten wechselt. Auch hier darf man gespannt sein, wann und vor allem wie der Kaiser seinen Rücken endlich frei bekommt.

Sebastian Beer


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