Archive des BUMM, Sommer 1905
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| Es wird eng im Kampf um die Vorherrschaft. Eile ist geboten und Deutschland muß so schnell wie möglich überrannt werden. Allerdings ist Frankreich noch zu schlecht positioniert um an vorderster Front in Mitteleuropa mitzumischen. Dieses Frühjahr muß dazu dienen Einheiten an die Front zu schaffen um im Herbst einen Vorteil gegenüber die Österreichischen und russischen Truppen zu haben. Gelingt mir die Einnahme von Schweden, dann wäre das ein großer Schritt Richtung Osten. Unbedingt nötig ist auch eine Flotte in Nth um die Armee aufs Festland überzusetzen. Meine Hoffnung besteht darin, das die russisch-österreichischen Armeen im Osten noch etwas in Ihrer Unsicherheit gegenüber dem anderen versteifen und daher nicht so flott Richtung Mitteleuropa ziehen. Die deutsche Flotte in Bal stört sehr und könnte mir den weiteren Vormarsch schwer machen. Zieht sie nach Bot, dann ist StP in Gefahr. Andererseits bekomme ich dann Swe und kann eine stabilere Front aufbauen. |
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| Prima, England hat Argentinien geschlagen, wenn auch nur mit 0:1, aber das ist mittlerweile Geschichte. Genau so wie meine Lust mit Bernd zu agieren, er hat einfach zu viel Angst, das können wir uns nicht erlauben, Jürgen ist uns z. Z. in allen Belangen überlegen. Jetzt hat er es sogar wieder geschafft auf Wachstum zu verzichten, hast sich vielmehr gesund geschrumpft und somit alle Underdogs wieder auf seiner Seite. F Mar-Spa/sc A Bur-Mar A Par-Bur A Kiel-Ber (Ruhr) F Tun s F Tyn F Tyn s F Ion-Nap A Naf-Mat-Gas F Mat c A Naf-Gas Wenn ÖU also meinen Vorschlag annimmt, dann wechsel ich die Seite, habe keine Lust auf nen ödes Betonbündnis mit allen Zwängen. Nein, da muß ein wenig Spielwitz rein! |
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| Ich
habe nur Kontakt zu Österreich. Russland hatte sich mal kurz gemeldet und
seine Züge bestätigt. Wir werde also gemeinsam versuchen, T rauszuwerfen. Im Westen ist Ratespiel angesagt. Wir stehen aber gar nicht so schlecht. Andreas wird dort aber sicher eine Stalemate aufbauen können. d.h. die Entscheidung fällt in Deutschland. Im Moment erwarte ich einen 5er-Draw. bzw. Österreich wird sicher, wenn es die Gelegenheit gibt, noch R und/oder mich rauswerfen. Einen Bruch der Allianz zwischen E und F erwarte ich nicht. |
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| der letzte herbstzug muß -obwohl ich einen abbau hatte- als erfolg angesehen werden. ich denke, daß ich die nicht mehr übermäßig motivierten I und R wieder ins spiel zurückgeholt habe. ansonsten wäre m.e. ein sieg von E oder F nicht mehr zu verhindern gewesen. wenn alles so weiterläuft wie gedacht und geplant werden wir im herbst stp und mar erobern können. je nachdem wie E/F ziehen können sie dies verhindern. meine züge: pied-mar ven-tyr boh-mun ion s nap-tyn aeg s ion h rum-bul bud-vie ukr-war meine generelle strategie: mun soll besetzt werden um im herbst von mun aus einen möglichen haltesupport bur s mar h cutten zu können. die a ukr marschiert über war im herbst nach pru um bei der eroberung von ber zu helfen. die a pied soll ein eventuelles nachrücken der a bur nach mar verhindern, falls andreas eine umschichtung plant. ich räume mit ven das letzte besetzte italienische VZ, mache aber dessen endgültige übergabe von einem möglichen aufbau für mich abhängig. I: nachdem ich italien habe im herbst erstarken lassen, versuche ich zusammen mit jan die dominanz im mittelmeer herzustellen. das hat durch den zug nach gol im herbst schon gut angefangen, jetzt muss noch mehr folgen. ich habe jan nahegelegt mit gol-spa ein nachrücken französischer einheiten zur sicherung von mar zu erschweren (denkbar mat-sp(sc), naf-mat-spa oder eine umgruppierung mar-spa, mat s mar-spa, bur-mar wie ich an frankreichs stelle ziehen würde). im osten lassen wir uns etwas zeit. das ist sicherer als wenn wir O schnell bsiegen und F dann die möglichkeit lassen sich im mittelmeer einzunisten und mit einem eventuellen tyn-ion, tun s tyn-ion einen paukenschlag zu landen. leider ist die kommunikatin mit jan seit einiger zeit nicht mehr so ausführlich. mehr als ein knappes "ok" zu meinen zugvorschlägen kommt selten. I sollte folgende befehle erteil haben: gol-spa nap-tyn rome h con-smy F: witzigerweise hat mir andreas einen tag vor ZAT ein angebot unterbreitet wieder mit ihm zu koalieren. würde ich auch gerne, da er z.zt. der einzige ist, der an dieser partie noch richtig interesse zu haben scheint was sich in der anzahl und ausführlichkeit der mails niederschlägt. ich habe ihm eine absage für den frühjahrszug erteilt. er soll mir zunächst zeigen, wie er es schaffen will gegen E zu ziehen, wenn nahezu seine gesamte streitmacht im mittelmeerraum gebunden ist. ich will nicht gegen I ziehen nur um dann festzustellen, daß F mich reingelegt hat und mit GB weiterspielt. wenn ich wieder besser aufgestellt bin, läßt sich über sowas reden. R: christian hat sogar aufbauen dürfen. das habe ich nicht erwartet, da GB eigentlich hätte swe holen können. umso besser für uns. ich habe christian darum gebeten mit sev-arm im kampf gegen den osmanen zu helfen. im norden werde wir voraussichtlich mit deutscher hilfe stp wieder zurückerobern. seine züge: lvn s mos-stp mos-stp sev-arm sil s boh-mun D: mit D geht es dem ende zu. georg hat mir versprochen mit der f bal noch die rückeroberung von stp zu vollziehen. ich schaue mal, ob ich ihn irgendwie noch eine runde länger am leben lassen kann. lieber er hat seine VZ als E oder R. die deutschen züge: bal-bot ber s boh-mun ausblick: wenn R und I nicht von der linie abweichen, sollte es möglich sein E und F zu besiegen. ich muß nur höllisch aufpassen, nicht doch das am anfang zurecht und erfolgreich abgewendete R-Ö-I-sandwich zu werden. deswegen will ich mir F auf alle fälle warm halten. |
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| die Partie wird wohl fuer mich gar nix mehr. Da Russland nun auch wieder mit dem
Oesterreich zusammenarbeitet kann ich wohl hoechsten noch 2 Zuege bisschen
Verwirrung stiften. Frankreich und England sind beide nun recht stark und wenn
sie weiter zusammenarbeiten, sind das meine beiden Favoriten auf den Sieg am Ende.
Oesterreich liegt aber auch noch gut in Rennen, ist nun die Frage ob Italien eher
pro Frankreich oder eher pro Oesterreich spielt. (mir waere ja fuer Frankreich lieber,
dann haette ich gute Chance doch noch eine Gandenfrist zu bekommen). Mein Zug ist nicht sonderlich spannend: A Ank - Con Mal schaun was bei rauskommt. |
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| Mein liebes Kriegstagebuch, heureka!!! Es ist gelungen der Kaiser hat sein Wort gehalten. Ich habe schon dem Sultan meine Reservierung im Sanatorium angeboten aber ich befürchte seine Untertanen werden ein Versagen nicht mit Asyl sondern nur mit Blut bestrafen. Nachdem unsere Truppen diesmal erneut in Deutsche Lande eimarschiert sind wurden wir anders begrüsst als vor 3 Jahren. Es muss sich wohl rumgesprochen haben das wir nicht als Feinde sondern als Freunde zurückkommen um unserem Freund dem Kaiser beizustehen. Wenn das große Bündnis diesmal länger hält und der KuK-Kaiser nicht wieder beschliesst das wir unsere Schuldigkeit getan haben dann sollten wir dem Westen Einhalt gebieten können. Im Grunde tut mir der Sultan aufrichtig leid und ich kann ihm nur anbieten das sofern ihm die Flucht gelingt er in meiner Datscha am Schwarzen Meer immer willkommen ist um hier seinen Lebensabend zu beschliessen (Das kostet allerdings ein Bier auf der DipCon). |
| Land | Zuege | Rueckzuege | Auf- und Abbauten |
| Pie - Mar:
Bounce with Mar 2:2; Ven - Tyr: OK Ion S Nap - Tyn: OK Aeg S Ion H: OK Rum - Bul: OK Boh - Mun: OK Bud - Vie: OK Ukr - War: OK |
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| Hol S Kie H: OK Lon - Nth: OK Edi - Yor: OK Nwy S StP H: OK StP H: OK Den - Ska: OK Hel - Den: OK |
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| MAt C NAf - Spa: OK NAf - MAt - Spa: Bounce with GoL 1:1; Tyn - Wes: OK Tun S Tyn - Wes: OK Bur S Mar H: OK Kie H: OK Mar S NAf - Spa: Cut by Pie; Par - Gas: OK |
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| Bal - Bot: OK Ber S Boh - Mun: OK |
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| GoL - Spa: Bounce with NAf 1:1; Nap - Tyn: OK Rom H: OK Con - Smy: OK |
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| Sil S Boh - Mun: OK Sev - Arm: OK Lvn S Mos - StP: OK Mos - StP: Bounce with StP 2:2; |
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| Ank - Con: OK |

| Wien, 21.06.02 Mit den letzten Zügen haben wir also offenbar die wirklich turbulente Anfangsphase hinter uns gelassen, und stehen an der Grenze zum Mittelspiel. In diesem Sinne ist diese Partie auch ziemlich klassisch: wir haben ein westliches Bündnis, das gegen ein östliches Bündnis vorgeht - für beide Blöcke scheint die Situation eingefroren, das zeigt auch die Tatsache, dass das Wort "Five-Way-Draw" immer wieder in den Statements vorkommt. Tatsächlich wird das natürlich nicht passieren, aber man beschäftigt sich offenbar schon mit dem Ausgang dieser Partie. Hinter den Kulissen arbeitet vor allem Andreas kräftig an der nächsten Überraschung. Er möchte von dem strategisch absolut richtigen E/F-Bündnis mit dem für seinen Geschmack zu wenig risikobereiten Bernd abgehen, und mit Jürgen kooperieren. Offenbar ist er dafür auch bereit, seine Deckung fallen zu lassen und vor allem seine Streitkräfte aus dem Mittelmeer abzuziehen. Damit allerdings schwächt er seine Position gegen Österreich. Der einzige Grund, warum Jürgen an einer Zusammenarbeit mit Frankreich interessiert sein könnte (mal von der Tatsache abgesehen, dass der Rest der Bande offenbar langsam das Interesse an der Partie verliert) ist nämlich, dass dadurch die Fronten aufgeweicht würden und in weiterer Folge das Gewinnen einfacher. Nun gibt ihm Andreas aber offenbar im Vorhinein, was Frankreichs beste Münze in den Verhandlungen um eine mögliche Allianz darstellt. Sollte Frankreich tatsächlich England angreifen, hätte Österreich keine Veranlassung mehr, mit Frankreich zu kooperieren. Ganz im Gegenteil, dann sollte es ein Leichtes sein, mit den Westmächten kurzen Prozess zu machen, zumal das Mittelmeer ja auch beinahe schon geräumt ist. Ein solides E/F Bündnis wäre die größte Bedrohung für Jürgens Solo gewesen. So sieht's wieder sehr danach aus, als sollte der die Früchte seiner hervorragenden Arbeit hier einfahren können. Ein wenig kritisch wird's für Jürgen nochmal, wenn seine Neo-Alliierten Russland und Italien groß genug werden, um ihn vielleicht doch noch in die Zange zu nehmen. Im Moment aber sieht's so aus, als wäre das Bündnis Oe/I/R zu erfolgreich und immer noch zu notwendig gegen E/F (auch wenn dieses Bündnis zu platzen droht) um es aufzugeben. Aber in dieser Partie sind Überraschungen ja an der Tagesordnung, insofern muss man mit allem rechnen. Für England wird St. Petersburg nicht zu halten sein; statt dessen sollte Bernd auf Position spielen und Schweden erobern. Um den Zaren endgültig aus Russland zu vertreiben müsste er schon mindestens eine, besser noch zwei Flotten in die Ostsee bringen - ein riskantes Unterfangen, da Frankreich offenbar drauf und dran ist, die Fronten zu wechseln, und England dann den Rücken ganz schön entblößt hätte. Die Armee sollte bei der geringsten Unsicherheit auf der Insel bleiben; dort ist sie Gold wert. Die Ostmächte machen gleichzeitig in Osmanien Ernst. Statt der benötigten drei sind jetzt vier Einheiten mit dem Ende des Sultans beschäftigt - das natürlich mittlerweile abzusehen ist. Mein Tipp ist, dass zumindest nach gegenwärtigen Verhandlungen jeder ein Zentrum bekommen soll. Das wäre das Aus für den Sultan. Sollte er kommende Runde nicht Con - Ank spielen, könnte er auch schon im Herbst ausscheiden. Wenn er Con - Ank spielt bounced er vermutlich Russland aus Ankara, die A Con müsste sich auflösen, und der Sultan kann in Ank aufbauen. Am Besten eine Flotte, die könnte den Zaren noch mal ärgern. Man kann eben auch mit nur einer Einheit noch viel Unheil anrichten, und dabei Spaß haben... Sebastian Beer |