Archive des BUMM, Winter 1902
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| Deutschland ist stinkesauer über meine Züge. Aber auch er hat mir nicht die Wahrheit erzählt. Belgien wollte er eigentlich erstmal in Ruhe lassen. Es läuft ansonsten weiterhin mit Marschrichtung Deutschland. Der Zar hat leider nicht direkt Berlin eingenommen, obwohl ich Ihm erzählt habe, das Deutschland nach Bal zieht. Leider haben wir jetzt das Problem, das Schweden eingenommen werden kann. Ich muß also die Armee in Norwegen zur Unterstützung Schwedens dort belassen, obwohl ich sie gerne nach Dänemark geleitet hätte. Frankreich wird aufbauen, was Italien und mich dazu veranlassen wird, schon jetzt etwas dagegen zu tun. Meine Flotte in Wales wird also wieder in den Kanal ziehen und Italien baut weitere Flotten gegen Frankreich. So langsam mache ich mir allerdings auch Gedanken darüber, ob Italien nicht zu sehr vernachlässigt wird. Aber da hat sicher auch Österreich-Ungarn ein Auge drauf. Es würde mich nicht all zu sehr wundern, wenn Ö nach Ven zieht. Schwierig sind die Verhandlungen mit Frankreich bisher gewesen, da ich einerseits in Paris keine totale Konfrontation wünschte, aber andererseits auch nicht möchte, das Frankreich an Größe zunimmt. |
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| <06/05/02> Erstmal muss ich anmerken, dass die Verschiebung des ZAT mir nicht gerade gefallen hat. Wir hatten eine Woche Zeit zu Verhandlen. Wer dann nicht 'in die Puschen' kommt, der hat halt Pech gehabt. OK eine Verschiebung kann ich ja noch einsehen, aber wenn dann nach 2 zusätzlichen Tagen nochmal jemand um 2 Tage bittet, ist das für mich zu viel des Guten. OK ende mit Lamentieren: Die Auswertung ist sehr positiv. Meine Bündniss-Partner sind so gezogen, wie abgesprochen. Andreas und Georg haben sich nicht verständigt, so dass dieses Jahr noch keine Gefahr aus dem Westen droht. Einzig der Zug Ser-Gre hat nicht geklappt (somit wird Bul wohl nicht erobert werden). Na dann werde ich mal meine Leute anfunken und die nächsten Züge besprechen. |
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| 06.05 Wenig Zeit zum Verhandeln, aber irgendwie ist der nächste Zug klar. Das DR ertrinkt im Donnerwetter aus Russen, Italienern und Briten. Das ist mir als Deutschem noch nie passiert. Aber was zieht er auch nach Bur. Da ist er jetzt weg, sogar freiwillig, aber das ist egal, wenn nicht einer umfällt war es das für Georg. Schade, aber er ist mit solchen Aktionen nicht trag-bar. Die Zukunft gehört anderen, GB, I, ÖU, und Russland natürlich. Na ja, GB steht durch den Angstzug nach Wal nun wirklich nicht mehr so toll. Wenn Bernd jetzt nicht nach StP zieht ist es auch um diese Chance geschehen. Wenn ich ehrlich bin, ich wäre an seiner Stelle gegen Frankreich gezogen. Dann hätte sich Russland schön mit Deutschland prügeln können und er hätte ohne große Gegenwehr abgesahnt. Wenn ÖU jetzt nicht ebenfalls handelt (was macht der in Boh??? Haben sich denn wirklich 4 Nationen gegen Georg verschworen?) wird es eng für mich, spannend, spannend :o Die Türkei dürfte demnächst ebenfalls Geschichte sein, auch hier sind sich 3 ganz schön ei-nig. Aber wie lange hält das Agreement zwischen R-I-Ö? Das kann doch nun wirklich nicht ewig gut gehen. Was wird passieren? Eine Zange aus R und I? Oder doch der Stab des Ö in Ven? Mensch, das wär’s... Und was bleibt mir? Die klitzekleine Chance Bel zu halten und Por und Spa zu besetzen, das wären im Idealfall 2 neue Einheiten, natürlich Flotten. Ab 1903 dann die Gretchenfrage: wie orientiert sich ÖU und was macht GB. Irgendwie ziehe ich bei dieser Partie nicht den kleinsten Faden. Was soll’s, vielleicht bemerkt mich ja keiner. Dann werde ich mich ab F03 ganz still verhalten und mich nicht mehr bewegen... psst, leise.... 08.05. So, die Guys machen sich in die Hose, jeder hat vor dem anderen Angst. Im Grunde ist es schon sensationell was sich da heute getan hat. Ich fasse zusammen: 1) Jan möchte gern dass ich gegen GB ziehe und ermutigt diesen wiederum gegen R zu ziehen, weiß selbst noch nicht wie es nach dem Fall von T weiter gehen soll 2) Bernd möchte das Gegenteil, schweigt sich aber über seine Pläne aus, na ja, sie sind offensichtlich. Ich tippe mal er war ursprünglich am Komplott beteiligt, sieht aber nun auch dass er damit nicht weit kommt. Hoffentlich kommt die Einsicht nicht zu spät und er baut langsam sein Mißtrauen ab, so lange sich seine Einheiten zu 25-33% um mich kümmern wird das nix, für uns beide 3) Georg möchte sich retten und deckt die Karten auf den Tisch 4) ÖU möchte gern aus dem 4er-Bündnis R/I/Ö/E austreten - scheint ne Art Krankheit rund um die Adria zu sein 5) Russland schweigt - das kann sich rächen. Vermutlich ist er sich seiner Sache sicher und schmiedet fröhlich mit einem der 3 neue Pläne für die Zukunft 6) Martin auch, aber das liegt auch an mir, bis vor kurzem hatte ich ihn abgeschrieben, nun habe ich ihn ermutig noch mal Kontakt mit ÖU aufzunehmen, heimlich versteht sich. Die Partie ist wirklich das intriganteste was ich je erlebt habe, schon allein aufgrund der hochmotivierten Spieler, bis auf Russland und die Türkei lügen alle bis sich die Balken biegen, am Anfang noch im Kollektiv, nun jeder gegen jeden. Tja, keiner möchte nach dem Ausscheiden von T und D der nächste sein. Schön, wenn man da noch nicht unter Beschuss steht und in Ruhe sein Süppchen kochen kann. Da ich die Kochstunde Bernd verdanke und mich ja nun wirklich festlegen muß entscheide ich folgendermaßen: Mat-Por und Mar-Spa sind klar, der Aufbau muß her. Par-Pic auch, entweder muß ich Bre gegen Bernd schützen, oder aber massiv gegen Bel auffahren, das will ich schließlich wieder haben. Das Highlight aus meiner Sicht ist Bur s Boh-Mun. Wenn der ÖU doch nicht kippt, dann verkaufe ich den Zug als Irrtum, schließlich passiert ja Jan in Mun nix. Es sei denn Georg hält sich nicht an die Absprache, aber das ist dann nicht mehr mein Problem. Kommt Boh-Mun, dann kommt ziemlich sicher auch Tri-Ven. Das brauche ich dann nicht mehr zu verkaufen weil es keine italienische Einheit mehr gibt die sich dafür rächen könnte. Aua, verbrannt, die Suppe ist doch ein wenig heiß... hoffentlich nicht zu heiß für mich... |
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| der herbstzug 1902 wird einer der entscheidenden für das geschick österreichs werden. ich habe lange darauf hingearbeitet und meinen "bündniswechsel" von I-R-Ö zu D-Ö-F gut vorbereitet. mit martin habe ich ja schon seit spielbeginn guten kontakt und werde jetzt im herbstzug offiziell osmanien unterstützen im kampf gegen rußland. meine züge: boh-tyr tri-ven ser-rum bud s ser-rum aeg-gre mit I und R waren natürlich ganz andere züge abgesprochen. ich hatte dort mein leid geklagt, daß O meinen zug ser-gre geblockt hatte. dabei war dies ja kernelement der vorbereitung für den herbstzug, damit meine a tri in das verlassene ven einmarschieren kann, und die truppen optimal für einen angriff auf rum stehen. in der nächsten runde will ich rum dann an O übergeben. falls O dann allerdings noch sev erobern kann, muß ich aufpassen. ein zu starkes O im rücken will ich nicht haben. je nach verlauf werde ich mich dann doch früher O widmen müssen. zunächst aber müssen I und R entscheidend geschwächt werden! I: wenn jan keinen verdacht geschöpft hat und/oder mir vertraut, sollten seine züge wie folgt aussehen: tun-ion-east-smy ion c tun-smy east c tun-smy mun s pru-ber was I angeht, habe ich mich schwer getan, gegen ihn zu ziehen. aber ich denke, es muß sein und es wird die letzte chance sein, I leicht zu besiegen. zu deutlich ist für mich der anschein, daß jan bereits mit bernd (E) und christian (R) enge bande gewebt hat. und sobald martin (O) und georg (D) besiegt sind, bin ich in der mitte ein leichtes opfer. das muß ich verhindern. wenn jan nicht so deutlich mit christian zusammengearbeitet hätte und mich durch die eroberung von mun bereits zum sandwich gemacht hätte... ich wäre vermutlich bei meiner allerersten strategie der zusammenarbeit mit I geblieben. R: hier rechne ich mit folgenden zügen: arm-bla sev s arm-bla rum h sil s pru-ber pru-ber swe s skag-den von R kamen seit dem letzten ZAT nur eine mail. ich gehe aber davon aus, daß er sich im norden mit E verständigt hat, ansonsten ist das freilassen von stp und das nichteinmarschieren von E nach stp nicht zu erklären E: ich habe versucht bernd zu einem zug nwy-stp und einem angriff auf R zu überreden. ich habe ihm dabei auch meine unterstützung angeboten. die art und weise, wie die antwort kam, machte für mich deutlich, daß es zwischen E, R und I gespräche über das vorantreiben der offensive gegen D gab. das war ein hauptgrund für mich andreas (F) mit aller macht für ein vorgehen gegen E zu gewinnen. E wird wohl so ziehen: nwy s swe h skag-den nth s skag-den wal-eng D: ich habe mit georg seit spielbeginn intensiv zusammengearbeitet. ihn vor dem russischen angriff im letzten zug gewarnt. georg hat allerdings dummerweise den einzigen potentiellen partner andreas (F) durch gewisse züge (erst nach bur, dann nach bel) nervlich strapaziert. für mich wäre es allerdings fatal, wenn D sehr schnell von E/I/R aufgespeist wird. denn umso schneller wären deren truppen an meinen grenzen. von daher habe ich diesen herbst andreas (F) gebeten zu helfen. D wird wohl so verteidigen: bal s ber h ber s ruhr-mun ruhr-mun bel-ruhr den-kiel den war nicht zu verteidigen, und georg hatte die idee seine a ber über bal nach lvn zu bringen. nett, kostet aber zusätzlich noch ber als VZ. F: bisher war es nur wischiwaschi, was an korrespondenz zwischen andreas und mir hin- und herging. jetzt zum herbst wurde es erstmals richtig eng. und das ausgerechnet zu einer phase, wo er urlaubstechnisch nicht verhandeln konnte. eine erneute zat-verschiebung kam aber nicht in frage. so wie es aussieht konnte ich andreas dazu gewinnen, georg bei der rückeroberung von mun zu helfen. das ist ein großer vorteil für mich im feldzug gegen I, da jan dann abbauen muß und der weg nach rome für mich frei ist. hoffen wir, daß andreas auch so abgibt, wie abgesprochen: bur s ruhr-mun par-pic mar-spa mat-por ausblick: sollte alles in meinem sinne funktionieren, werde ich italien schnell besiegt haben. im osten liegt mein augenmerk darauf osmanien nicht allzu stark werden zu lassen. im nordwesten werde ich versuchen den kampf zwischen D/F und E möglichst lange andauern zu lassen. so bleibt mir zeit mein nächstes opfer nach italien zu zerlegen. mein derzeitiger plan: erst italien, dann osmanien, danach mit D gegen F oder umgekehrt. |
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| 2002-05-10 17:07 There's a shadow in the sky, and it tastes like rain, and I don't want ambivalence, and I don't want ambivalence no more... Tja, der österreichische Geheimdienst hat Recht behalten, und nun hocken die Spaghettifresser in München. Gottseidank hat mein schneller Rückzug aus Frankreich manch einen Herrscher überrascht, und vor allem die eigentlich vereinbarte blinde Zusammenarbeit mit England hat überhaupt nicht geklappt. Bleibt zu hoffen, daß nun doch ein Grundstein zu einer franco-germanischen Kooperation gelegt ist. Kleines lol, aber so ändern sich eben die Dinge :-) Naja, wenigstens haben wir ein 3:4 vermieden und der verräterische Jan wird hoffentlich schnell ausgeschaltet. Was England angeht hat Monsieur Andreas leider auf voller Linie Recht behalten, naja da war mein Mißtrauen wohl etwas fehl am Platz. Auch die Tatsache, daß Österreich einen Krieg mit Italien und Rußland vermeiden konnte, hat sich eigentlich sehr negativ auf die deutsche Lage ausgewirkt. Und der 3te Fehler war sich von Bernd bequatschen zu lassen, naja soll nicht wieder passieren. Also nach 3 dicken Fehlern zahlt es sich nun vielleicht endlich aus, daß ich den Italiener nach München habe kommen lassen. Naja, aber auch hier mehr Zufall als Plan, sollte man nicht wiederholen, danach muß wohl England schnellstmöglich ausgeschaltet werden. Mit viel Glück hat der den Braten noch nicht gerochen und marschiert in Petersburg ein, wir werden's sehen. Vielleicht kommt er sich auch super clever vor, und glaubt er überrascht mich in Dänemark, dem ist alles zuzutrauen. Hey man don't look so scared... |
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| Mein liebes Kriegstagebuch, nicht ist so gekommen wie von mir befürchtet. Mein vertrauen in die britische und österreichische Monarchie wächst von Tag zu Tag. Nur die Manöver in diesem Herbst müssen wir noch überstehen um einigermaßen stabil zu stehen. Mein Erfolg wäre dann allerdings das Schicksal anderer, dies macht mich traurig. Letztlich werde ich gezwungen sein gegen meine Freunde aus Östereich oder England vorzugehen. Bei einem Angriff auf Österreich könnte ich mir der Hilfe von Italien sicher sein und bei einem Angriff gegen England kann ich mir der Dankbarkeit aus Frankreich gewiß sein. Vielleicht kommt aber alles auch ganz anders. In Schwarzmalerei bekomme ich mit Sicherheit den ersten Preis. Aber eine Einigung zwischen England und Deutschland in diesem Herbst könnte meine Pläne alle über den Haufen werfen. Im Frühjahr lasse ich Dich erneut an meinen Gedanken teil haben. |
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| Eine verhandlungsreiche Woche liegt hinter mir, und auch wenn die Karte ganz anders aussieht, bin ich doch recht optimistisch. Schon der vorige Zug lief wie abgesprochen (mit Juergen/Oesterreich). Venedig ist ihm sicher und Rum sollten wir auch bekommen. Ausserdem duerften vom letzten Zug weder Russland noch Italien Bedenken bekommen haben (hoffe ich). Mit Georg/Deutschland habe ich zumindest mal einen weitreichenden Beistandspakt geschlossen ;-) Wenn alles so klappt, wie ich es hoffe, verlieren Russland und Italien je 1 VZs (Ven und Rum) und duerften auch kein weiteres hinzubekommen. Falls sich Frankreich, Deutschland und Oesterreich ueber Muenchen geeinigt haben. zu meinen Zuegen: A Con-Smy (klar, um A Tun - Smy zu blocken) A Bul S Ser-Rum F Bla S Ser-Rum F Ank S Bla xxx (das schwarze Meer ist meine!) Oesterreich zieht dementsprechend vermutlich: F Aeg - Gre A Ser - Rum A Tri - Ven A Bud S A Ser - Rum Warum das ganze, bekommt Oesterreich doch 2 Aufbauten und ich keine. Nunja, ist dennoch ein sehr faires Geschaeft fuer mich (und der aktuellen Lage). Schliesslich ist _kein_ Abbau schon ein Gewinn, und sicher mir hoffentlich einen guten Buendnispartner. Jetzt bin ich ernsthaft gespannt ob Jan den leichten Stab riecht. |
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| <12/05/02> Noch ein kurzes Update, bevor ich schaue, ob die Auswertung da ist. Durch den Feiertag und einen Tag Urlaub habe ich nicht viel verhandelt. Aber die Marschrichtung ist klar: München halten und Smyrna erobern. Mit den zwei Aufbauten stehe ich dann sehr sicher. Ein wenig Angst vor dem Einmarsch des Österreichers bleibt natürlich. Er könnte mir die beiden Aufbauten vermiesen und auch noch ein VZ klauen. Aber ohne ein wenig Risiko kann man als Italiener nicht viel reissen. Georg versucht, Jürgen auf seine Seite zu ziehen, aber ich denke, er wird der erste sein, der unsere Runde verlässt. Mun ist weg und entweder Den oder Ber auch noch in diesem Herbst. Wenn er Risiko spielt sogar beides. Schade, dass Bernd nicht schon gegen Christian ziehen kann. Aber das hat auch Vorteile: Ich kann überlegen, ob ich weiter mit Jürgen arbeite oder ob ich doch mit Christian gegen Österreich ziehe. |
| Land | Zuege | Rueckzuege | Auf- und Abbauten |
| Tri - Ven: OK Boh - Tyr: OK Bud S Ser - Rum: OK Ser - Rum: OK Aeg - Gre: OK |
F Tri B A Vie B |
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| Ska - Den: OK Nth S Ska - Den: OK Nwy S Swe H: OK Wal - Eng: OK |
F Eng B | ||
| Mar - Spa: OK Par - Pic: OK MAt - Por: OK Bur S Ruh - Mun: OK |
F Bre B F Mar B |
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| Ruh - Mun: OK Ber S Ruh - Mun: Cut by Pru; Bal S Ber H: OK Den - Kie: OK Bel - Hol: OK |
F Bal D | ||
| Mun S Pru - Ber: Cut by Ruh;
Dislodged by Ruh 2:1; Tun - Ion - Eas - Smy: Bounce with Con 1:1; Ion C Tun - Smy: OK Eas C Tun - Smy: OK |
A Mun must disband (no legal retreat suggested) |
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| Swe S Ska - Den: OK Pru - Ber: Bounce with Ber 2:2; Sil S Pru - Ber: OK Sev - Bla: Bounce with Bla 2:2; Arm S Sev - Bla: OK Rum H: Dislodged by Ser 3:1; |
A Rum - Ukr | NOR, GM disbands F Arm | |
| Con - Smy: Bounce with Tun 1:1; Bul S Ser - Rum: OK Bla S Ser - Rum: Cut by Sev; Ank S Bla H: OK |

| Wien, 19.05.02 Ich bin Jürgen-Winter-Fan!!!! Man möge meinen Enthusiasmus entschuldigen, ich möchte auch nicht in den Verdacht geraten, hier parteiisch zu sein. Allerdings ist das schon ein verdammt feines Stück Diplomacy, das uns der Kaiser hier präsentiert. Eigentlich ist es Lehrbuch-Diplomacy. Die Einträge in sein Tagebuch zeigen, wie genau Jürgen plant (bis in den einzelnen Zug!), wie intensiv seine Kontakte zum restlichen Brett sind und wie brav alle Mitspieler genau das machen, was er von ihnen möchte. Zunächst der vorgetäuschte Angriff auf Osmanien, der Sultan sieht sich schon ausgeschieden, dann die 180 Grad Wende, Österreich bietet eine Zusammenarbeit an, die für den Sultan sicher nicht an erster Stelle der Wunschallianzen gestanden haben kann, aber egal, das hier ist ein Strohhalm, den es zu ergreifen gilt. Und Österreich stabt tatsächlich gegen R und I, Osmanien ist dankbar, von einem gleichberechtigten Bündnis kann hier zwar nicht die Rede sein, allerdings ist das alles besser als draußen zu sein. Irgendwie haben alle ihre Gründe, dem Kaiser zu helfen, und bis sie draufkommen, dass das eigentlich nicht IHRE sondern JÜRGENS Gründe sind, ist es zu spät. Ich bin begeistert! Lostag war übrigens für Deutschland und Italien. Italien hat nicht unbedingt das Glück gehabt, dass Voraussetzung gewesen wäre um, wie Jan angekündigt hat, zwei Aufbauten zu bekommen (was natürlich möglich gewesen wäre, hätte Jürgen Wort gehalten). Immerhin hat Jan recht, wenn er meint, Italien muss mit Risiko gespielt werden. Viel riskiert, viel verloren. Das Risiko, Deutschland gleich zu Beginn anzugreifen hat sich als Bumerang erwiesen. Nicht nur das angepeilte VZ Mun ging verloren, die Armee die dort abgebaut wurde, fehlte gegen den österreichischen Verräter, im Nachhinein betrachtet wäre sie in Ven besser positioniert gewesen. Auch das Risiko Lepanto (eine Armee in Tun ist IMMER ein Risiko - sie dort wieder wegzubekommen kostet einen Zug und ist nicht immer möglich, wodurch die Armee dann wertlos wird) hat sich nicht bezahlt gemacht, Gewinne in Osmanien sind mittlerweile unwahrscheinlich, Verluste im Heimatland unabwendbar und es wird nicht mehr lange dauern, dann kommen die Geier (aus Frankreich? Osmanien?) um die letzten Brocken Italien zu verschnabulieren. Üble Aussichten... Deutschland hat in diesem Zug alles richtig gemacht. F zur Rückgewinnung von Mun überredet, dafür Bel wieder geräumt, und mit simplen, soliden Standardzügen seine Zentren (bis auf Den) gehalten. Das war mehr als erwartet werden konnte, drei Zentren Verlust waren abzusehen, wenngleich das Halten von Ber nicht wirklich Georgs brillanter Taktik zu verdanken ist, sondern eher dem Gewirgse, das E, aber vor allem R beim Angriff auf D fabriziert haben. Das effizienteste Set an Zügen wäre wohl gewesen: England: Nth - s Skag - Den Skag - Den wie auch geschehen, aber: Russland: Swe - Bal Pru s Sil - Ber Sil - Ber Voilá, das wäre nicht zu verhindern gewesen (aber F Swe s Skag - Den? Als Treuebeweis gegen England?), E bekommt Den, R bekommt Ber, auch mit dem Verlust der italienischen A Mun wäre D wohl am Boden gewesen, der Feldzug von E und R weiter gegangen. So ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis E auf die leicht zu erobernden Zentren im Norden (StP, Mos, Swe) umschwenkt, und den Zaren vom Brett fegt. In meiner Meinung ein schwerer taktischer Fehler des Zaren. Und dann natürlich der vergessene Abbau. So fest an Jürgen geglaubt, Christian? Die F Arm wäre wohl nicht der erste Abbau gewesen, aber nach meinen Hausregeln musste ich sie entfernen. Das kann natürlich entscheidend für die Auseinandersetzung mit Osmanien gewesen sein. In diesem Sinne gebührt das Minus für diesen Zug nicht Jan (der nichts falsch gemacht hat, außer sein Schicksal in die Pranken eines Wolfs im Schafspelz zu legen) sondern Christian, der zwei schwerwiegende taktische Fehler begangen hat, die ihm in den nächsten Zügen auf den Kopf fallen könnten. In Osmanien darf man vorsichtig optimistisch sein. Optimistisch, weil durch den Flottenabbau Russlands der Zar keine Gefahr mehr darstellt, vorsichtig deswegen, weil Jürgen sicher nicht der nette Nachbar ist, der einen aufpeppelt wenn man am Boden ist. Auf lange Sicht können Österreich und Osmanien einander nicht aus dem Weg gehen. Jürgen weiß das natürlich und ist bei einer Konfrontation zweifellos in der besseren Position. Bleibt Frankreich. Andreas hat genau das getan, was er angekündigt hat. Nicht auffallen, die restlichen traditionellen Verbündeten erobern und sich neu orientieren. Der Aufbau von zwei Flotten ist ein klares Signal an Deutschland, der gemeinsame Anti-Englische Kurs soll weiterhin gefahren werden. Bernd kann sich schon mal warm anziehen, vielleicht sollte er seine Mailfrequenz ein wenig erhöhen, irgendwie klagen bereits einige Mitspieler über seine Schreibfaulheit. Besonders wenn man gute Verbündete braucht ist das natürlich kein so toller Ansatz. Sebastian Beer |