Archive des BUMM, Winter 1912
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So. Entweder Tunis oder Exitus. Und wenn Tunis, dann Draw. |
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auch den herbstzug berrschten viele zähe lange mails mit andreas. ich hoffe letztendlich ihn überzeugt zu haben, daß er den stab an deutschland macht. es war nicht einfach, denn schließlich könnte ich durch einen gegenzug seinen stabversuch ausnutzen und dann das solo noch hinbekommen. ich denke georg würde mir in diesem fall sogar noch helfen. zumindest hat er vor vielen zügen behauptet mir doch noch zum sieg zu verhelfen, falls ihn andreas angreift. folgende züge habe ich mit andreas abgesprochen: pied-mar tus h rome s tyn h nap s tyn h tyn s naf-tun ion s naf-tun adr h tyr s bur-mun vie h gal-sil tri h rum h bud h sev s mos h mos s bar-stp(nc) ukr-war sollte andreas den stab wagen, werde ich das 2er draw akzeptieren und nicht mehr auf ein eigenes solo spielen. diesen mut zum stab will ich belohnt wissen. wagt er den stab nicht, kann ich im schlechtesten falle auf eine hintere stalemate zurückgedrängt werden und das spiel geht als 4er draw aus. warschau werde ich voraussichtlich diesen zug an georg verlieren. ein opfer, das ich bereit bin zu geben um das höhere ziel 2er draw doch noch realisiert zu bekommen. ich bin sehr gespannt auf diese auswertung. |
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So, es wird noch mal spannend: stabt Georg mich, oder stabt er nicht. Jürgen hat wirklich alles versucht, um die Partie offen zu halten und das Solo doch noch zu schaffen und so einen Multi-Draw zu verhindern. Durch seinen geschickten Rückzug erreicht er zweierlei: 1) Georg hat wieder eine wirklich reale Chance auf den 2. Platz 2) Ich muß spätestens jetzt stabben, danach ist es vorbei, da ein Aufbau Georgs droht und ich nicht ewig die Flotte im Nth halten kann. Prinzipiell wäre der Stab meinerseits schon letzte Runde fällig gewesen, aber das ewige Mißtrauen... Ist nur die Frage auf welcher Seite steht Jürgen. Angeblich will er den Draw mit mir, und Jan soll dann wohl 3ter werden. Stimmt es wirklich, dass ihm das Solo weniger wert ist als Georg vor Jan rauszukegeln. Mir soll es recht sein, zu verlieren habe ich eh nix, wenn Georg mich stabt, dann gewinnt Jürgen, und wenn ich Georg stabbe, dann auch, wenn er will. Aber zu den Fakten: Jürgen1: propagiert ständig ein 2er-Draw, und begründet das auch schön und stichhaltig, Thema Emotionen, mag stimmen, oder auch nicht. Zumindest haben wir Züge abgemacht, die ihm beide Optionen offen halten, und mir zumindest ne Chance lassen ein 17:17 zu erreichen. Auf alle Fälle hat er wieder viel Arbeit in Form von Grafiken, Analysen und ellenlangen Mails in die Partie gesteckt. Ich tippe mal er macht mehr als wir alle zusammen, nein, das ist sicher, wahrscheinlich sogar mindestens das doppelte. Zu den Zügen: Mos s Bar-Stp, Tyr s Bur-Mun und nen bounce in Mar. Georg: meldet sich kurz vor Toresschluß, bietet mir „voll drauf“ an und bittet mich um Bur-Mun und Ruhr-Mun. Ansonsten wenig Text und wenig Erklärung. Christian: will nicht nach Mos, sondern lieber in StP halten. Ohne Erklärung und ohne weitere Antwort auf meine Rückfragen. Jürgen II: leitet mir ne (gefakte?) Mail von Georg weiter, in der der Stab gegen mich disku-tiert wird. Abgesprochen ist wohl Mun-Kiel, Tyr s Sil-Mun, Pru-Swe und Lvn s StP xxx. Klingt plausibel, sollte es doch von Jürgen gefakt sein, egal, wer sich so viel Arbeit macht und auch noch versucht den Stiel von Georg zu imitieren, der hat einfach den Sieg verdient. So sollte es aussehen: F Bar-StP/nc A Nwy s A Fin-Swe A Fin-Swe A Ruhr-Kiel A Bur-Mun A Mar-Bur F Gol-Mar F Nth-Den F Eng-Nth Mat+West sonnen sich |
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Jürgen gibt sich keine Blöße beim Flirten, jetzt scheint sogar Warschau möglich zu sein, mal schauen was das langfristig bringt. Einen wirklich Richtungswechsel seh ich aber immer noch nicht im Bereich des möglichen, speziell bei dem zu erwartenden französischen Aufbau... |
| Land | Zuege | Rueckzuege | Auf- und Abbauten |
| Pie - Mar: Bounce with GoL 1:1; Tus H: OK Nap S Tyn H: OK Rom S Tyn H: OK Tyn S NAf - Tun: OK Ion S NAf - Tun: OK Adr H: OK Tyr S Bur - Mun: OK Vie H: OK Gal - Sil: Bounce with Sil 1:1; Tri H: OK Bud H: OK Rum H: OK Sev S Mos H: OK Ukr - War: Defeated by Lvn 2:1; Mos S Bar - StP: OK |
F Adr D | ||
| Ausgeschieden 1911 | |||
| Bar - StP: OK Nwy S Fin - Swe: OK Fin - Swe: OK Nth - Den: OK Eng - Nth: OK Ruh - Kie: OK Bur - Mun: OK Mar - Bur: OK GoL - Mar: Bounce with Pie 1:1; MAt S Wes H: OK Wes S Tyn - Tun: Void; |
A Par B A Mar B F Bre B |
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| Lvn - War: OK Pru S Lvn - War: OK Sil S Lvn - War: Cut by Gal; Mun - Boh: OK Bal H: OK |
A Sil D A Pru D A War D |
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| NAf - Tun: OK | |||
| StP H: Dislodged by Bar 2:1; | A StP disbands | ||
| Ausgeschieden 1910 | |||

| 21.12.02 Sauber! Die beiden großen Jungs dieser Partie haben erkannt, dass das Maximum, das sie hier rausholen können, wenn sie zusammenspielen ein Zweier-Draw ist, und das ziehen sie jetzt durch. Der Stab an Georg ist mehr als gelungen. Bär findet Honigtopf, Bär frisst Honig, Bär bleibt in Honigtopf kleben, Jäger erschießt Bär. Die Geschichte kennen wir alle, das haben wir Dutzende Male als Kinder vorgelesen bekommen, und Georg demonstriert uns hier seine Sympathie und sein Verständnis für die Rolle des Bären. Lustig, auch Andreas scheint zwischenzeitlich geglaubt zu haben, dass für Georg hier noch ein zweiter Platz rausschauen hätte können; wie denn das, bitte? Ich seh's nicht, ich hab es nie gesehen, ich bleibe dabei. Georg hätte sich bis zum Schluss in Deutschland einigeln müssen, dann hätte sich Andreas bei seinem Stab schwerer getan und länger gebraucht, dann hätte Georg Jürgen jetzt das 18. Zentrum anbieten können. Hätte, wäre, täte. Jedenfalls ist Jürgen laut eigenen Aussagen nicht mehr an einem Solo interessiert, das macht's sicher auch für ihn leichter, die Enttäuschung in den Griff zu kriegen. Diese Partie war von ihm über weite Strecken fabelhaft gespielt, und eigentlich nicht mehr zu verlieren gewesen. Er hätte aber auch gar keine Chance mehr, wenn er sich um ein Solo bemühen würde. Bis er an der deutschen Grenze ist, hat Andreas die Stalemate Line zugestopft. Jetzt ist tilt, Europa ist aufgeteilt, und wird zu gleichen Teilen von Österreich und Frankreich regiert. Auch Jan kann sich freuen, für ihn ist hier noch der dritte Platz möglich. Hätte sich auch keiner mehr gedacht, als er vor einigen Jahren nur noch mit einer Einheit da stand... Ausdauer lohnt - das ist ein schönes Resumee, das aus dieser Partie gezogen werden kann. Ausdauernd war auch Christian, den wir dieses Jahr auf der Strecke lassen - jedes Jahr muss eben einer dran glauben. Christian hat durch strategische Fehler schon früh jede Möglichkeit verspielt, hier groß zu werden. Ein Riesenfehler war, die Nordflanke ganz früh so offen zu lassen. Ein zweiter, dass der Osmane vom Haken gelassen wurde (wenn ich mich recht erinnere durch einen vergessenen Abbau). Der Zar muss eben, vielleicht mehr als alle anderen, die Zügel einer Partie fest im Griff haben. Die Zügel hatte hier im Osten eindeutig Jürgen in der Hand, deswegen war es erstaunlich, dass Christian überhaupt so lange durchgehalten hat. Gespannt bin ich auch, da ja Georg und ich dieses Wochenende ein FtF-Treffen organisieren, zu dem sich auch Andreas angesagt hat; ob sich die beiden was zu sagen haben???? Sebastian Beer |