Archive des BUMM, Sommer 1908


Notizen der Herrscher
Truppenbewegungen
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Anmerkungen des BUMM
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Notizen der Herrscher

England: Will versuchen nun mit Österreich ernsthafte Kontakte für ein Bündniss gegen Frankreich zu schmieden.
Allerdings noch unter Geheimhaltung vor meinen Verbündeten Deutschland und Rußland. Die letzten Züge von F und I im Mittelmeer lassen Österreich auch bald keinen anderen Weg mehr, als sich einen neuen engen Verbündeten zu suchen.
Für England wäre das eine große Chance Rache an Frankreich zu üben.
Weiter gehts mit dem Versuch Holland zu erobern.

 

Oesterreich:  eine recht interessante verhandlungswoche liegt hintermir. eigentlich nur ein verhandlungstag, denn wie so oft hat sich alles auf den letzten drücker abgespielt. frankreich hat mich mit seiner unterstützung des italienischen ausfalls nach ion in bedrängnis gebracht. daher werde ich ihn im norden nicht mehr gegen england unterstützen. mein primäres ziel muß es langsam sein, meinen rücken an eine wand zu bekommen. und diese wand liegt im osten. leider sind meine armeen recht dünn gesät dort, deswegen habe ich meinen in D stationierten truppen den rückzugsbefehl erteilt:

con-ank
-> T kann noch so lange überleben, bis ich eine 3. einheit dorthin bewegen kann.
aeg s gre-ion
gre-ion
-> I kann mich mit ion-east oder ion-alb ein bissel ärgern, aber ich kann die VZ im herbst decken.
tus-rome
ven-apu
tri-adr
-> ich habe bewußt auf den doppelten angriff auf rome verzichtet. mir ist lieber ich verhindere in nap-apu, ion-nap.
mun-boh
ruhr-mun
->auch in überlegung war der angriff auf bur, aber ich muss meine truppen erst mal wieder konsolidieren bevor ich mich weiter ausdehne.
pru-war
-> pru ist sehr stark auflösegefährdet...
gal-ukr
rum s gal-ukr
-> das öffnet zwar gal dem russen mit zugang zu vie und bud, aber ich muss das risiko eingehen.


I:
der worst case war eingetreten, F hat I geholfen mich aus dem ion zu vertreiben. jetzt muss ich zusehen, daß I bald fällt und ich das ion dicht bekomme.


R:
spannend, was R machen wird. zieht er sich zur verteidigung zurück (ukr-sev, war-mos, sil-war) oder greift er mich in gal an mit guten aussichten auf vie und bud??? wir werden sehen.


D:
georg wird wohl erneut einen angriff von E auf hol unterstützen. da ich diesmal nicht helfe, wird er -vorausgesetzt bernd zieht nicht wieder nth s hol-bel- auch klappen. wenn es gut läuft habe ich vor im herbst mun an D abzugeben. ein verbündeter hafen im norden ist wichtig für einen sieg.


E:
ich rechen damit, daß E erneut hol angreift. ein anhaltender konflikt E-F ist wichtig für meine siegchancen. daher lasse ich F oben etwas bluten.


F:
F hat in ion meine verteidigungslinie gekappt. es war ihm einfach zu heiß. wie im letzten kommentar angekündigt, hatte er wohl bedenken, daß ich gegen ihn ziehe. ich muss abwarten wie die züge laufen, ob ich auf E umschwenke, aber momentan habe ich immer noch vor eher mit F weiterzuspielen.


O:
im osten nichts neues...


ausblick:
solange der konflikt E/F weiterschwelt sind meine siegchancen sehr hoch. D ist mir wohlgesonnen. mein hauptaugenmerk muß nun auf der vernichtung von I/T/R liegen. wenn ich den südosten erobert habe und D überlebt, sollte ich nicht mehr aufzuhalten sein.

Frankreich:  Jürgen war ein wenig böse nach den letzten Züge, ich denke das ist verständlich, Jan im Ion ist nicht sehr schön.
Wie geplant hat er eine Flotte gebaut und muß so zu Lande ein wenig zittern, der russische Durchbruch ist möglich, aber nicht wirklich wahrscheinlich. Ich werde diese Züge noch ab-warten, und wenn sich da kein wirklicher Geniestreich im Herbst andeutet, die Flügel von mir strecken und hoffen, dass Jürgen noch weiter mit mir spielen will (wie damals im Sandkasten ;-)
Andererseits, man(n) soll ja nie aufgeben, und es ist wirklich ein chaotisches Durcheinander in (Ex)Deutschland. So lange sich nur 2 einig sind, so lange habe ich nichts zu befürchten, aber sobald Jürgen mitmischt bin ich weg, zunächst aus Hol und dann aus Bel.
Böse wäre jetzt ein Zug nach Pied, das ist zwar nicht abgesprochen, aber was heißt das schon. Allerdings hat Jan dann in Rom nen bounce erzwungen.
Wirklich ärgerlich ist, dass mir eben erst (17:30, ZAT 18:00) der richtige Rückzug für Ion eingefallen ist. Statt pauschal ins East zu ziehen, wäre es bei einem Angriff aus Gre sehr viel sinnvoller für Jans Flotte sich nach Alb zurück zu ziehen, zumal Tri sicherlich in die Adr ausläuft. Das lähmt Jürgen ein wenig. Hoffentlich schafft Jan das noch...

A Mar s A Bur xxx
A Bur s A Bel xxx
A Bel s A Hol xxx
A Hol s A Kiel xxx
F Eng-Nth
F Lon s F Eng-Nth
F Iri-Liv
F Mat-Nat
F Gol-Tyn
F Tun-Ion

Keine wirklich besonderen Züge. Im nächsten Zug fällt dann Cly, und „nur 3 Züge“ später ist Edi so wirklich und richtig in Gefahr. Ohne Aufbau werde ich wohl leider keinen Schritt weiter vorwärts kommen, also läuft alles auf eine Zusammenarbeit mit Jürgen hinaus.

Italien:  Nun wird also dahinvegetiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in die Adria gelange, aber einen Versuch ist es allemal wert. Oder besser Apu? Dann könnte ich mit Andreas Hilfe Rom halten. Aber wie ich Jürgen kenne, wird er das bedacht haben. Also Attacke. Ich halte mich eh nicht mehr lange....


Truppenbewegungen

Land Zuege Rueckzuege Auf- und Abbauten
Oesterreich - Ungarn Con - Ank: Bounce with Ank 1:1; 
Aeg S Gre - Ion: OK
Gre - Ion: OK
Tri - Adr: Bounce with Ion 1:1; 
Ven - Apu: OK
Tus - Rom: Bounce with Nap 1:1; 
Mun - Boh: OK
Ruh - Mun: OK
Pru - War: Bounce with Sil 1:1; 
Gal - Ukr: OK
Rum S Gal - Ukr: OK
   
Großbritannien Nth - Bel: Bounce with Bel 2:2; Dislodged by Eng 2:1; 
Hel - Hol: OK
Den - Nth: Defeated by Eng 2:1; 
Lvn - Pru: Bounce with Pru 1:1; 
Cly H: OK
F Nth - Yor  
Frankreich Mar S Bur H: OK
Bur S Bel H: OK
Bel S Hol H: Cut by Nth; 
Hol S Kie H: Cut by Hel; Dislodged by Hel 2:1; 
Eng - Nth: OK
Lon S Eng - Nth: OK
Iri - Liv: OK
MAt - NAt: OK
Tun - Ion: Defeated by Gre 2:1; 
GoL - Tyn: OK
A Hol - Ruh  
Deutsches Reich Kie S Hel - Hol: OK
Ber S Kie H: OK
   
Italien Ion - Adr: Bounce with Tri 1:1; Dislodged by Gre 2:1; 
Nap - Rom: Bounce with Tus 1:1; 
F Ion - Eas  
Russland Sil - War: Bounce with Pru 1:1; 
War - Mos: OK
Ukr - Sev: OK
   
Osmanisches Reich Ank - Con: Bounce with Con 1:1;    

 


Karte

    


Anmerkungen des BUMM

Wien, 10.09.02
Jetzt, ca. drei Jahre zu spät, beginnt Bernd zarte Bande Richtung Österreich zu knüpfen. Zu spät vermutlich, als skandinavischer Kleinstaat ist er Jürgen nur noch bedingt nützlich. Die Beziehung (ich denke, man kann hier wirklich von einer Beziehung sprechen :o) ) zwischen Bernd und Andreas gehört zu den interessanteren Details dieser Partie. Ihre widersprüchlichen Aussagen dazu in ihren Kommentaren ergeben Aufklärungsbedarf für nach der Partie. Militärisch ist hier alles entschieden, es sollte mich wundern, wenn Bernd nochmal einen Fuß auf seine Insel bekäme, die ihm offensichtlich in wenigen Zügen abhanden kommen wird. Nicht mal R, D und Oe (das sicher auch einige Sympathien für den King hegt) können ihm da helfen. 

Im Süden, einst Schauplatz einer der wesentlichen Schlachten am Brett, geht im Moment nichts mehr weiter. Nachdem Jan wieder mal von Jürgen angegriffen wird, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Italien je wieder an Österreichs Seite ins Geschehen eingreifen wird. Damit können Jürgens Flotten keinen Druck auf Frankreich ausüben, ganz im Gegenteil, durch die sich abzeichnende Zusammenarbeit zwischen I und F könnte Oe hier nochmal unter Druck geraten - dann wird es Jürgen unmöglich, schnell in R und I und T aufzuräumen. 

Andererseits kann Jürgen im Norden (z.B. durch ein Kappen des Supports von Ruh) auch Andreas noch gehörig ins Handwerk pfuschen. Die beiden wissen, dass sie eigentlich kooperieren müssen, wenn sie weiterhin wachsen wollen. Zugewinne versprechen derzeit nur die fünf kleineren Mächte am Brett, und um diese zu verspeisen dürfen Jürgen und Andreas einander nicht ins Gehege kommen. Allerdings ist klar, dass nur noch Oe und F hier für einen Sieg in Frage kommen - und das macht die beiden zu Gegnern. Der erste, der in seinem Rücken aufgeräumt haben wird, und seine Einheiten an die Major Stalemateline bringt, hat hier gute Aussichten auf ein Solo. Vor diesem Hintergrund sind die nicht ganz zu den eher feindlichen Zügen passenden Statements aus Wien und Paris zu verstehen, in denen die Zusammenarbeit beschworen wird, auch wenn die Züge eine ganz andere Sprache sprechen.

Jürgen kämpft derzeit an vier Ecken seines Reiches (Italien, Osmanien, Russland, Deutschland) - hier sollten sich bald Erfolge einstellen, sonst wird das eng. Wenigstens Italien sollte allerdings schnell entschieden sein, das verschafft Oe ein wenig Luft im Mittelmeer (sobald Italien ausgeschieden ist, hätte Österreich Flottenhoheit im Süden). Osmanien kann derzeit nur über Russland erobert werden. Und Russland ist der für OE derzeit entscheidendste Schauplatz. Hier muss in feiner taktischer Kleinarbeit der Zugang zu Ank über Sev und Arm geschafft werden - folgerichtig ist auch seine Entscheidung, Einheiten aus Deutschland abzuziehen.

Deutschland ist Jürgens Plus, so wie Italien derzeit eher für Andreas spricht. Gelingt es Georg, sein Reich wieder ein bisschen aufzumotzen (mit Jürgens Hilfe), dann würde Andreas ein weiterer Gegner direkt an der so wichtigen Stalemateline erwachsen. Gemeinsam mit England und Russland wird das als Allianz der Kleinen bezeichnete Bündnis aber eher nicht mehr so viel Gelegenheit zur Zusammenarbeit bekommen wie in diesem Zug. Zu versprengt sind die Einheiten der drei neuen Freunde, und zu sehr mit defensiven Aufgaben beschäftigt. 

Aus den verwickelten Stellungen der letzten Jahre ist mittlerweile ein eindeutig sich abzeichnendes Rennen zwischen Frankreich und Österreich um die entscheidenden Zentren und Aufbauten geworden. Die Kleinstaaten sind auch im Verein nicht mehr stark genug, Oe/F aufzuhalten, auch wenn die beiden alles andere als ein stabiles Bündnis, ähm, verbindet. 

Sebastian Beer


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