Archive des BUMM, Winter 1901
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| <18/04/02> Oha. Andreas hat mir nicht geglaubt und wollte wohl mit Georg auf Nummer Sicher gehen. Ist für Ihn natürlich schlecht gelaufen. Somit hat er u.U. keinen Aufbau. An dem Punkt muss ich wohl einhaken. Ich werde wohl Ö bitten, mich nach Tyr zu supporten. Wenn R Richtung D zieht und F wieder zurück, bin ich auf der sicheren Seite. <19/04/02> Jeden, wirklich jeden habe ich angeschrieben. Geantwortet haben nur Andreas, Jürgen, Christian und Martin. Martin: Schreit nach dem Herbst laut 'Lepanto' (ohne Grund) Christian: Hat nun Angst, gegen T weiterzumachen, da ich nicht mehr helfen kann. Jürgen: Will sich bei D und F erkundigen, ob sie zusammen gegen mich ziehen können. Das soll ein 'aushorchen' werden, aber Jürgen könnte tatsächlich auf den Zug aufspringen, indem er sich zusätzlich mit T arrangiert. Andreas: Hatte sich das anders vorgestellt (hat auf einen bounce in Pie gehofft). Das glaube ich ihm sogar. Allerdings ist Andreas jemand, der die Lage auch schnell zu seinem Vorteil drehen kann. Georg: Nix. :-( Bernd: Nix. :-( Die einzige Hoffnung, die ich habe ist, dass Andreas nur einen (maximal) Aufbau bekommt und diesen dann im Norden einsetzt (F Brest). Ich glaube, ich werde Georg mal vorschlagen, dass er im Herbst nach Bur zieht. <22/04/02> Von Georg immer noch nichts (konstruktives). Laut Jürgen geht er von einem F/D-Bündniss aus. So oder So: Ich muss mich gegen F rüsten. Mein Vorteil dabei ist, dass die iberische Halbinsel nicht so schnell von F besetzt werden kann. Hier werde ich dann wohl meine Flotten losschicken. Andreas versucht mich zu überreden, doch den 'Lepanto'- Convoy zu spielen. Ich habe ihm gesagt, dass das durchaus im Bereich des Möglichen liegt (mit Hinweis auf einen Zug Mun-Bur). Ich überlege noch, ob ich Ven-Pie oder Ven-Tus (mit Apu-Ven) spielen soll. Ich denke, Ven-Tus ist die bessere Alternative. Bernd ist der Einzige, der auch wirklich das gemacht hat, was im grossen Bündniss (E/D/I) besprochen wurde und hat entsprechend nun die schlechtesten Karten. Jürgen hält sich noch offen, ob er nach dem Herbst mit R oder mit T agiert. Ich hoffe, er entscheidet sich für R, denn dann brauche ich keine Angst vor zu vielen Flotten im Osten zu haben. Na toll: Wieder eine sehr aussagekräftige Nachricht von Georg. Wenn Ich aus Tyr draussen bleibe, werden wir noch sehr gute Freunde. Wenn ich mich nicht gegen F verteidigen müsste, wäre das ein Grund mehr gewesen, ihn anzugreifen. |
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| H01 In F01 gab es eigentlich nur eine überraschung : der zug von andreas mar-pied. da hat wohl georg's taktik der verunsicherung geholfen. ansonsten hat alles in meinem sinne geklappt. I und D haben sich in tyr gebounct und auch gal ist frei geblieben. Ö: vie-tri ser s alb-gre alb-gre +a bud +a tri +a vie mit diesem zug will ich verhindern, daß mir im herbst etwas tödliches passiert (ven-tri), ich auf 5 VZ komme und mir nachwievor die option T oder R als partner zu nehmen offen halte. I: äußerst vorsichtig muß ich in diesem zug gegenüber jan agieren. jan hat sich anfangs sehr über die "offensive" gegen ihn bei mir beklagt und versucht R und mich zu einem aktiven vorgehen gegen D zu bewegen. was mich etwas stutzig macht war die tastache, daß jan gleich zweimal versuchte meiner a vie einen befehl zu empfehlen. einmal eine unterstützung vie s ven-tyr und als ich das ablehnte den zug vie-tyr selbst. mir ist das zu heiß und in diesem frühen stadium der partie will ich lieber tri absichern, als daß eine italienische armee darin steht. ich habe jan geschrieben, ich würde wahrscheinlich vie-gal ziehen. mal sehen, ob er nach tri will oder nicht. es wird mir aufschluß über die weitere zusammenarbeit mit jan geben. meine pessimistische einschätzung: apu-ion-tun ion c apu-tun ven-tri +f nap R: wie ein damoklesschwert schwebt der russische herbstzug über mir. christian will laut seinen mails mit mir gegen T vorgehen. entscheidend für mich wird der befehl sein, den er der a war erteilt. er verspricht mir nicht nach gal zu ziehen, sondern einen haltebefehl zu erteilen oder nach norden zu ziehen. dem wunsch italiens nach war-sil will er nicht nachkommen. ich kann die deutsch-russische beziehung noch schlecht beurteilen. daher interessant für mich, wie christian im norden agiert. dementsprechend werde ich meine ostaktivitäten ausrichten. voraussichtl. russischer zug: sev-rum ukr s sev-rum bot-swe war h +a stp +f sev T: martin gehört zu den schreibfauleren meiner nachbarn. ich habe natürlich versucht ihn erneut zu einem eindringen nach bla zu ermutigen. zwischen T und R muß ständig konflikt sein, sonst bin ich ruckzuck weg. je nachdem wie christian gezogen ist werde ich dann überlegen mit osmanien oder rußland zusammenzuarbeiten (wenn überhaupt möglich). daher war ich zu martin betont freundlich und habe ihm rum im nächsten jahr, und gre im austausch später in aussicht gestellt. ich versuchte ihn zu einem flottenaufbau in ank zu bewegen. 4 flotten in und um das schwarze meer... das wäre für mich als landmacht im balkan optimal. ich rechne aber eher mit einem aufbau in smy: bul-gre con-bul ank-bla +f smy D: mit georg erhoffe ich mir langfristig gute zusammenarbeit. auf daß die mittelmächte triumphieren! :-) er hat sich natürlich über den zug von F gefreut. aber das sollte er nicht zu früh. ich halte die bündnislage für noch sehr unübersichtlich im nordwesten. den h kiel-hol mun h +a ber +f kiel F: ich rechne damit, daß sich andreas aus pied wieder zurückziehen wird. obwohl mir ein kleines scharmützel zwischen I und F natürlich gelegen käme. bur-bel pied-mar bre-mat +f bre E: E scheint es schwer zu haben einen gescheiten partner da oben zu bekommen. ich hoffe, bernd hält sich eine weile, falls es tatsächlich zur F/D-allianz gekommen sein sollte. lon-eng yor-nth-nwy nth c yor-nwy +f lon |
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| 2002-04-18 02:32 Ah, welch herrliches Gefühl! Endlich hat der erste Zug mal wieder auf ganzer Linie geklappt. Italien aus Tirol rausgeblockt, Frankreich und England mit maximal 1 Aufbau, und was das schönste ist, ich kann mich aus dem Belgien Schlamassel raushalten :-) Naja, mal schauen wie's mit dem Schlemil aus dem Westen weitergehen soll... 2002-04-23 14:50 Soda, ne Woche ohne langatmige Verhandlungen, aber dafür hoffentlich mit wichtigen und richtigen Entscheidungen. An erster Stelle natürlich die Festigung des Bündnisses mit Österreich, gefolgt von einem Friedensvertrag mit Rußland. Und dann ist da die anglo-französische Frage, einer muß fallen, das ist klar. Im Augenblick hab ich ansich die vertrauensvollere Beziehung mit Andreas, aber Belgien ist mir ansich durchaus ein Dorn im Auge. Und was wenn er sich verlocken läßt nächstes Jahr nach Spanien, statt nach England zu ziehen? Und natürlich, immer gefährlich, eine möglich Einigung mit Italien. Nun ja, auch wenn ich mir damit einen echten Feind schaffe, werde ich wohl den Zug nach Burgund riskieren - Augen zu und durch! Ansonsten hole ich meine 2 Aufbauten und bete, daß der Rest sich für mich und Österreich positiv entwickelt. Noch ist es viel zu früh eine ernstzunehmende Voraussage zu treffen... |
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| H1901 England: Enttäuschung auf ganzer Linie. Mein organisierter Großangriff auf Frankreich scheitert kläglich. Dies hatte wohl mehrere Gründe D und I verhaken sich in kleinere Streitereien und Frankreich wurde irgendwie mißtrauisch oder hat in D einen Verbündeten der Ihm von meinem Vorhaben was zusteckte. Nun möchte Frankreich eine DMZ in Eng und Deutschland eine in Nth. Mit Eng könnte ich noch leben, aber DMZ in Nth wäre mein Untergang. Daher vermute ich so langsam aber sicher, das D und F eine taktisch sehr gute Inszenierung vorbereiten und mich dabei entweder verhungern lassen wollen oder gleichzeitig auf Italien und England loszugehen. Ich kann nur hoffen das Rußland bald etwas in Richtung Deutschland unternimmt. Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt auf den Aufbau zu verzichten und entweder D oder F zu ärgern mit einem convoy nach Hol oder Bel, was Frankreich den Aufbau verhindert hätte oder D nur 1 Aufbau bescheren würde. Naja, vielleicht entschliesse ich mich ja kurzfristig noch dazu. Wird F anschreiben und einen bounce um Eng vorschlagen. An Lon-Eng gibt es jedenfalls nicht mehr zu rütteln. |
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| 2002-04-23 18:55 Eine last minute mail aus England wirft nochmal alles über den Haufen. Dort will man die Nordsee nicht demilitarisieren, was natürlich nicht akzeptabel ist. Also nochmal alles anders und zurück zum alten Plan, England schnellstmöglich auszuschalten. Nur wegen A Mun bin ich mir noch unsicher, ich glaub ich stelle die Südoffensive zu gunsten einer 3ten Flotte ein... |
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| <24/04/02> Ich gebe jetzt meine Züge ab. Schade, dass ich mich gegen F postieren muss. Ich würde ihm gerne glauben, dass er sich zurückzieht, aber das Risiko ist zu gross. Georg hat sich nun auch Bernd zum Feind gemacht (Er wollte, dass Bernd Nth räumt und freilässt: Was natürlich völlig überzogen ist). Ich hoffe nun im Herbst auf den Zug nach Sil von Russland. Dann haben wir drei (E, R und ich) einen guten Stand gegen D-F. Österreich könnte sich dann leicht mit R arrangieren (gegen T) und ebenfalls eine Einheit gegen D abstellen. Wenn sich nun alle an die Absprachen mit mir halten, bekommen wir ein 4:3. E,R,Ö und ich gegen F-D und T. |
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| 24.4.2002 Der erste Zug ist rum, und hier und da ist schon ein kleinwenig interessantes passiert. Oesterreich, Russland und ich (Tuerkei) haben standardisiert eroeffnet, also noch nichts weiter spannendes. Der Bounce in Bla war abgesprochen, der in Galizien wohl auch. Die Westmaechte waren da schon kreativer. Andreas (Frankreich) kriegt von mir schon mal den ersten BNoten Bonuspunkt :-) Zur aktuellen Lage: Russland und Oesterreich halten sich beide noch bedeckt und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es nicht doch mit beiden gleichzeitig zu tun bekomme. Italien wird wohl nach Tun mit der Armee uebersetzen, spaetestens jetzt schreckt jeder Sultan auf und schreit 'Lepanto' (ich werde da keine Ausnahme bilden). Aber ich glaub nicht so recht dran. Die Armee in Pie steht doch etwas zu bloed. Ausserdem gehe ich nach allen Informationen die ich habe, davon aus, dass Deutschland und Frankreich anfangs zusammenspielen werden. Sowas laesst Bernd (England) sicher nicht auf sich sitzen, also gibt es vermutlich eine Gegenaktion von England/Italien. Soll mir recht sein. Konkreter zu diesem Zug: A Bul - Gre A Con - Bul F Ank - Bla Der Bounce in Bla ist wiederrum abgesprochen. Das hemmt zwar die Entwicklung auf beiden seiten ein bisschen, hat aber den hohen Vorteil, das es recht 'sicher' ist. Ich kann keine 2te Flotte am schwarzen Meer aufbauen, genauso Russland auch nicht. Das erhaelt das Kraeftegleichgewicht ersteinmal. Die restlichen Zuege werden sich nicht erfolgreich sein, sollen sie auch gar nicht. Oesterreich wird Griechenland sicher mit Unterstuetzung aus Serbien einnehmen. A Bul - Gre hat aber A Bul xxx 2 nette kleine Vorteile: Oesterreich muss wirklich beide Einheiten einsetzen, d.h. Russland kann problemlos A Ukr - Rum ziehen. Und zum anderen gibt es mir auch in Bezug auf Russland eine kleinwenig bessere Verhandlungsposition. (was auf dem brett passiert ist immer eine qualitaet 'besser' als bekundungen in mails :-) Aber spaetestens naechsten Zug werde ich mich wohl entscheiden muessen, oder zusehen, wie sich Oesterreich und Russland entschieden haben :-/ |
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| Argh!!! Ich hasse sowas: 2 Stunden vor ZAT bekomme ich neue Informationen. Russland will nach Norden, Frankreich zieht sich nach Mar zurück. Das würde alles über den Haufen werfen. Ich habe nochmal bei Bernd nachgefragt, was er vorhat. Wenn es nicht allzu offensiv gegen F geht, werde ich mir meine Züge nochmal überlegen. Ich bin fast schon gewillt
'Risiko' zu spielen. Die Russland-Info ist 2 Tage alt (na klasse: Hätte Jürgen ja auch mal früher was von erzählen können). Meine direkte Info von Christian ist von heute. *gg* Nur um Sebastian zu ärgern (er wollte es ja nicht anders) werde ich nun meine Züge ändern (Die Risiko-Variante bzgl F) und entsprechend den Kommentar erneut versenden. |
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| So, und hier dann kurz vor Schluß auch noch mein Kommentar für H01, ab Mo liefen die Verhandlungen auf einmal auf Hochtouren: Den Zug nach Pied bereue ich bitter, aber noch übler wäre ein I in Pied gewesen, also Schwamm drüber. Und nur durch diesen Zug ist meine Chance einigermaßen gewahrt nicht zwischen alle Fronten zu geraten was natürlich I erst einmal ausbremst, bin gespannt ob er wirklich so viel Vertrauen hat und den Konvoy nach Tun wagt oder doch feige mit der Flotte reinzieht. Ich verdrück mich auf alle Fälle nach Mar, Spa und Por winken. I wird es freuen und D wird es nicht verstehen, mal sehen wie ich ihm das verkaufe. Was Bur-Bel betrifft muß man nicht viel sagen, wenn es klappt ist gut, wenn nicht stehe ich im H01 ohne Aufbau dar, so etwas passiert eigentlich nur Anfängern die Fehler beim Syntax der Züge machen, aber die Situation wollte es so, und ich, im F01... Noch mal nach Eng und bounce mit GB wäre ein langsames, aber sicheres Ende, das muß nicht sein. GB und ich haben ne Absprache, er zieht auf alle Fälle rein, ich kann frei entscheiden, dann soll es gegen D gehen. Ich werde nach Mat ziehen, schon allein um ne Flotte bauen zu können, ne weitere Armee wäre ein Schlag in das Gesicht des D, das muß (jetzt) noch nicht sein. Wenn ne weitere Flotte in Liv kommt ist es ebenfalls Nacht, ich frage mich nur warum D so auf die Trommel haut, kaum hatten wir erste Pläne geschmiedet, schon wußten es alle. Und trotzdem zieht er so, welch Überraschung... Wenn Bur frei bleibt gibt es ne F Bre, ansonsten ne A Par. Wenn GB ebenfalls nach Bel möchte, dann gibt es gar nichts. Tja, gerade wird überall für mehr Lohn gestreikt, warum nicht auch in britischen und französischen Werften ;-) |
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| Kriegstagebuch Eintrag H1901 Russland Mein liebes Tagebuch, die Situatuion in Europa wird immer komplizierter. Äusserlich sind alles gute freunde und eigentlich möchte niemand dem anderen etwas tun. Trotz allem erwarte ich im Herbst die ersten großen Manöver in denen sich Freund und Feind zeigen werden. Ich kann nur hoffen das die Freundschaft zu Österreich/Italien und England Bestand hat. Ansonsten habe ich mich mit meinen offensiven Zügen gegen das Osmanische Reich und Deutschland nämlich deutlich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber ada müssen wir wohl erstmal die Frontbericht abwarten. Auf jeden Fall habe ich meinen Rekrutierungsbüros in Sevastopol und Warschau klare Anweisungen gegeben und auch Moskau ist im Zweifelfall gewappnet um die ganzen Freiwilligen in die Armee aufzunehmen. |
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| 2002-04-24 18:50 Nochmal last minute Infos, diesmal aus Österreich. Davor auch noch ne mittelmäßige Notiz aus England, naja kehren wir wieder zurück zum antifranzösischen Plan, diesmal aber mit geteilten Aufbauten und blockieren der Nordsee. Wenn das mal gut geht... |
| Land | Zuege | Rueckzuege | Auf- und Abbauten |
| Alb - Gre: OK Ser S Alb - Gre: OK Vie - Tri: OK |
A Bud B A Vie B |
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| Lon - Eng: OK Nth C Yor - Nwy: OK Yor - Nth - Nwy: OK |
F Lon B | ||
| Bre - MAt: OK Bur - Bel: OK Pie - Mar: OK |
A Par B | ||
| Mun - Bur: OK Kie - Hol: OK Den - Nth: Bounce with Nth 1:1 |
A Mun B F Kie B |
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| Ven - Tyr: OK Ion C Apu - Tun: OK Apu - Ion - Tun: OK |
F Nap B | ||
| Bot - Swe: OK Sev - Arm: OK Ukr - Rum: OK War - Sil: OK |
F Sev B A War B |
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| Bul - Gre: Defeated by Alb 2:1 Con - Bul: Bounce with Bul 1:1 Ank - Bla: OK |
F Ank B |

| Wien, 26.04.02 Hochinteressante Partie das hier. Beim Durchlesen der Kommentare fällt ganz extrem auf, wie wenig hier immer noch klar ist, wie wenig Weichen gestellt sind und was für ein unübersichtliches Netz an möglichen Bündnissen den Kontinent überzieht. Der erste, der konkrete Schritte setzt (Bernd in England schwankt mittlerweile wieder, obwohl seine Züge ganz klar gegen Frankreich ausgerichtet sind lässt besonders Andreas' Kommentar darauf schließen, dass sich die zwei mittlerweile verstehen - oder sollte Bernd gelogen haben?) ist der Zar. Und wie angekündigt sind es (auch) die Aufbauten, die da eine deutliche Sprache sprechen. Bei allen weiteren Überlegungen dürfen wir davon ausgehen, dass R gegen T ziehen wird; die Einheit in Sil gegen D könnte relativ problemlos anderweitig eingesetzt werden, die zweite F am Bla ist nur einseitig gegen den Sultan zu gebrauchen. Der Zar forciert also den Süden - das kann auch daneben gehen, zumal der Norden jetzt komplett entblößt ist (StP!!!). Das ist mMn ein wenig leichtsinnig, da mit einer A Nwy unbedingt gerechnet werden musste. R verlässt sich hier voll und ganz auf E; mal schauen, ob er eventuell von ihm verlassen wird... Wenn R und T sich zusammen raufen und von Osten aus beginnen, das Brett aufzurollen, dann bleibt meistens kein Auge trocken. Profis, wie die Bande die hier am Werk ist, wissen das, und reagieren meistens richtig, mit einer großen Allianz aller am Brett verbliebenen Reiche gegen den Steamroller. In ST 400 ist das nicht nötig, Zar und Sultan haben sich durch ihre Aufbauten gerade ewige Feindschaft geschworen, R hat den 'vereinbarten Bounce' (O-ton Martin) abgesagt, und Arm erobert. Dadurch wurde Sev frei und eine Flotte aufgebaut. Auch Osmanien baut am Bla auf, sodass langwierige Auseinandersetzungen dort vorprogrammiert scheinen. Der Rest Europas atmet auf, dieser Konflikt zwischen T und R ist sicher nicht nur vorgeschoben um den gefürchteten Steamroller zu verbergen, hier wird so richtig zur Sache gegangen. Und der Sultan dürfte dabei der große Verlierer sein. Ein feindliches R ist oftmals der Todesstoß für Osmanien, da Oe selten gut auf seinen östlichen Nachbarn zu sprechen ist. Nutznießer der Streitigkeiten im äußersten Osten ist natürlich Österreich. Jürgen hat alle Trümpfe in der Hand, D ist sein loyaler Verbündeter, R beschäftigt sich mit D und T und wird, genauso wie der Sultan, Oes Hilfe wollen. I scheint auch noch ruhig zu sein, dank der zwei aufgebauten Armeen ist es unwahrscheinlich, dass Jan zu bald in Oe einfällt, ein sehr solides erstes Jahr also für Jürgen, der in meinen Augen auch der große Gewinner 1901 ist. Jan hat sich nun doch dazu entschlossen, die Risiko-Variante mit Angriff auf D zu spielen, obwohl dadurch Ven an den Franzosen hätte fallen können. Gut is gangen, nix is gschehn, wie man in Österreich sagt. Dafür ist die eine Armee in Tun vorläufig kalt gestellt, die zweite in Tyr ein wenig ab vom Schuss. Ven ist offen und es stellt sich mir die Frage, ob er nicht im kommenden Zug dorthin zurückziehen wird; sonst könnten eventuell gleich zwei Zentren (Ven und Rom) flöten gehen. Am interessantesten ist das Spiel jedoch eindeutig im Westen. Die Tatsache, dass sowohl R (durch die A Sil) als auch I (durch die A Tyr) im Westen ein Wörtchen mitreden wollen, verschärft die prekäre Situation zwischen F, D und E natürlich. Am schwierigsten ist momentan vielleicht die Position von D. Georg ist in der Zwickmühle. Einerseits wird er von R und I im Rücken angegriffen, andererseits begeht er denselben Fehler wie Andreas im Frühling und greift den einzigen Nachbarn der ihm wohlgesonnen ist (eben F) an. Durch die Scharmützeln in Bur bringen sich F und D gegenseitig an den Rande des Ruins, wenn's ganz dumm kommt sind diese zwei Züge nach Bur entscheidend für das Ausfallen von F und D. Ein wenig verwunderlich, dass E sich so gegen ein Bündnis mit D spreizt. D/E wäre in dieser Phase wohl das effizienteste Bündnis im Westen, gemeinsam könnten wenigstens Bel, StP und Swe eingeholt werden. Georg scheint sowohl seine Wenigschreiberei, die oft erwähnt wird, als auch Jan, der offensichtlich erfolgreich gegen D Stimmung macht, zum Verhängnis zu werden. Mun könnte noch dieses Jahr fallen, hier rächt sich der Aufbau der Flotte, der zwar durchaus sinnvoll ist, um E die Meere nicht ganz zu überlassen, der jedoch sicher nicht Bernds Bereitschaft, mit D zu alliieren bestärkt. Generell ist Georgs Verhandlungsstil offenbar nicht unbedingt vom Feinsten. Von E zu verlangen, Nth zu entmilitarisieren ist ganz einfach Unsinn, das kann man in einer Einsteigerpartie gegen einen Newbie vielleicht probieren, aber nicht gegen ein Kaliber wie Bernd. Wie soll denn der arme Engländer denn seine Einheiten ins Spiel bringen? Nth ist für E genauso wichtig wie Ion für I. Kein Österreicher käme auf den Gedanken, von I zu verlangen, er solle Ion entmilitarisieren, weil doch Gre auch daran grenzt. So macht man sich nur unnötig Feinde. Generell vermisse ich bei F und D klare Zugeständnisse an potenzielle Partner (Andreas' Zug ins MAt ist da zu wenig). Im Gegenteil, mir kommt vor, als gehe es beiden erst einmal darum, eben möglichst keine Zugeständnisse zu machen, niemandem einen Vorteil zu lassen. Das gelingt zwar ganz gut, es fehlt jedoch der Zug Richtung Allianz. Sieger nach Punkten ist im Westen 1901 England. Nach dem ersten Zug hatte es für Bernd noch so ausgesehen, als sollte es ihm auf den Kopf fallen, dass er sich als einziger am Brett so klar positioniert hat, nun kann er sich vermutlich aussuchen, ob er mit R und I gegen D zieht und den Norden entmilitarisiert, oder ob er mit D im Norden und in F aufräumt. Beide Varianten lassen E sehr gut dastehen, E hat mMn sehr realistische Chancen auf eine gute Partie. Wenn Bernd da mitspielt, denke ich, hat Jan's Viererbündnis mit R/I/Oe und E gute Chancen, die anderen drei bald aus dem Rennen zu werfen. D/F und T stehen einfach nicht gut genug da, F und D blockieren einander gegenseitig, und auch Andreas' Plan, jetzt erst mal die iberischen Zentren zu erobern wird bei Georg auf wenig Gegenliebe stoßen. Außergewöhnlich auch, dass sich I und R schon 1901 auf D stürzen. Da darf man dann gespannt sein, ob dieser Zug Richtung Westen schon im Weißwurschtzentrum endet, oder erst an der Atlantikküste... Go west, das ist sicherlich das Schlagwort des ersten Jahres. Sebastian Beer |