Archive des BUMM, Winter 1903


Notizen der Herrscher
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Notizen der Herrscher

England: Nachdem nun Frankreich seine Flotte nach Eng gezogen hat und Rußland sich so gut wie gar nicht mehr äußert, habe ich beschlossen voll dem Franzosen zu vertrauen, auch wenn es meinen Untergang bedeuten könnte. Wenn alles gut läuft bekomme ich 2 Aufbauten, gegen die auch ein weiterer Vormarsch Frankreichs gegen mich nicht so schnell angehen kann. Ich rechne schwer damit, das Frankreich weiter Richtung Norden zieht, setze aber alles auf eine Karte. 
Ein wenig Hoffnung habe ich allerdings, da sich Österreich-Ungarn allmählich zu einer Gefahr für den gesamten Mittelmeerraum entwickelt. Vielleicht schwenkt Frankreich ja doch noch um, damit dort ein Expansionsstop des Österreichers erreicht wird.

Italien: Der einzige, der sich noch meldet ist Jürgen. Ich nehme an, für die anderen bin ich schon ausgeschieden.
Na gut. Jürgen hat nichts zu verlieren. Vielleicht hält er sich an sein Angebot und lässt mir einen Aufbau.
Wenn nicht, werde ich bald nur noch Tunis haben. Wenn doch, komme ich auf 4 VZ, Ö hat einen Korridor nach Westen und Martin dürfte etwas baff sein.
Also: Daumen drücken.

Frankreich: Stressige (beruflich) Woche, und außer Jürgen habe ich keinen nennenswerten Kontakt zur Außenwelt. Bernd habe ich jetzt mit folgendem Zug konfrontiert, war einmal abgesprochen, mit Widerwillen von seiner Seite aus, bin mal gespannt ob das klappt:

A Bur-Bel

Der Rest dient dazu den ÖU zu bremsen, mich jetzt mit Bernd anzulegen fände ich nicht sonderlich witzig.

F Spa/sc-West
A Gas-Mat-Naf
F Mat c A Gas-Naf
F Eng s A Bur-Bel (R: Iri)
A Bel-Hol (R: Ruhr)

Also noch mal in aller Klarheit: der richtige Weg wäre Bernd zu überfallen, aber das würde ÖU einen zu großen Vorteil verschaffen, und das wollen wir doch alle nicht, oder?

Deutschland: Dumdidumdidum, noch immer tummelt sich alles bei mir im schönen deutschen Land rum, ob sich das je ändern wird? Nu ja, auf den 1ten Blick schaut's weiter wie ein Rückzugskampf aus, bei 2ten mal hinschauen, offenbart sich jedoch für England der Anfang des Endes im Westen und auch Rußland wird mittlerweile ordentlich bedroht. Aber ich bin zuversichtlich daß alles zu meinen Ungunsten ausgehen wird, ergo mach ich mir keine Sorgen um die Zukunft :-)

Osmanien: Diesmal gab es nichts sonderlich aufregendes, die Fronten haben sich jetzt im Sueden wohl erstmal geklaert. Oesterreich wird zwar wirklich recht schnell sehr stark, aber noch profitiere ich ja auch noch davon. Also warum jetzt mit Italien oder Russland etwas anderes planen?
Mittelfristig muss ich mich wohl doch mal mit Oesterreich anlegen, denn nach Sevastopol und eventuell Moskau kann ich mich nicht mehr richtig ausbreiten. Aber noch biete sich ja keine Gelegenheit sinnvoll Juerge VZs abzunehmen. Also abwarten und Tee trinken.

Meine Zuege:
F Bla C A Bul - Sev
A Con - Smy
A Bul -Bla- Sev
F Arm S a Bul - Sev

Mit dem Zug A Gal - Ukr erhalte ich also sicher Sevastopol, da zusaetzlich Rum noch besetzt wird, muss Russland auch gleich die Flotte dort abbauen, und ich kann meine Flotte endlich Richtung Mittelmeer schippern lassen. Ausserdem gibt die Armee in Sev auch gleich noch die Option im naechsten Jahr weiter offensiv gegen Russland zu gehen.

Oehm ja, wieder mal kurz und knapp, aber viel mehr gabs auch gerade nicht zu berichten.

Oesterreich: auch der herbst 03 wird wieder für überraschungen bei den anderen spielern sorgen. österreich-ungarn wird etwas wagen, was ich vor dem spiel für unmöglich gehalten hätte: krieg mit rußland, osmanien und italien gleichzeitig! mit I liege ich ja für jeden offensichtlich im clinch. besetze ich doch ven und rome. R habe ich eine empflindliche lücke im süden durch die eroberung von rum verpasst. und nun soll O hart getroffen werden, bevor O in meinem rücken zu stark wird.

meine züge:
ven h
rome h
-> druckmittel gegen I, verteidigung der beiden VZ
alb-gre
-> um ein ion-gre zu verhindern
bud-rum
-> zur verteidigung meines VZ's rum. das sollte auf jeden fall gelingen, da ja die russischen einheiten in ukr und sev angegriffen werden. nur O kann durch bla s bul-rum, bul-rum das verhindern.
ser-bul
-> auftakt meiner offensiver gegen O! bul sollte in diesem herbst frei sein, da die a bul sev erobern soll.
gal-ukr
-> wichtiger zug umm die eroberung bul-bla-sev überhaupt möglich zu machen und damit mein eigenes ser-bul zu erlauben.
aeg s east-smy
-> zweiter teil meiner offensive gegen O. I klaut O ein VZ als ausgleich für rome. soll für alle anderen wie unabgesprochen aussehen, obwohl mit jan vereinbart.

mit O waren im norden genau die züge abgesprochen, die ich auch mache. ich will, daß O sev erobert und damit R weiter schwächt. im süden dagegen will ich das offene O aufreissen. ich lasse I smy erobern, marschiere in (das hoffentlich leere) bul ein und verteidige mein VZ rum von bud aus. wie es danach weitergeht... ich weiß es nicht. ich bin mit allen dreien im clinch und muß schauen, daß ich durch meine armeenübermacht damit zurecht komme.


I:
mit jan hatte ich relativ viel kontakt dafür, daß ich ihn im letzten herbst verraten habe. ich habe ihm smy zugesagt, um ihn am leben zu halten. für mich wichtiger noch, um zu verhindern, daß O ein starker gegner im osten wird. nach diesem zug kann es sein, daß ich sogar rome an jan zurückgeben werde. vorausgesetzt er schippert weiter in den westen gen frankreich.
seine züge:
apu-nap
ion-tyn
east-smy


R:
von christian hatte ich eigentlich erwartet, daß er sich bei mir meldet. ich habe ihm das letzte mail geschrieben vor dem frühjahrszug, in dem ich meinen zug nach gal angekündigt hatte. ich verfahre bei diplomacy aus erfahrung nach der regel: wer mit mir nicht kommuniziert ist nicht an einer zusammenarbeit interessiert. deswegen habe ich auch die kontaktaufnahmeversuche zu E (bernd) abgebrochen.

ich kann mit keinen russischen zügen rechnen, da kein mailkontakt bestand. ich habe daher eine list versucht, bei der ich andreas (F) mit eingesponnen habe. ich habe andreas eine mail geschickt mit bitte um "weiterleitung" an R, damit christian vielleicht von einem angriff meinerseits auf war ausgeht. dadurch will ich erreichen, daß er eine armee aus deutschland nach war zurückzieht und dadurch ber nicht erobert.


O:
uiuiui, armer martin. in diesem zug werde ich ihm wehtun müssen. das tut mir sehr leid, denn die kommunikation war zwar immer kurz aber dennoch seit beginn des spieles vorhanden. ich hoffe er ist nicht allzu arg enttäuscht oder sauer. 
folgende züge vermute ich:
bul-bla-sev
bla c bul-sev
arm s bul-sev
con-smy
ich hatte martin angeraten die a bul nach sev zu packen, damit er mit ihr ins russische hinterland kommt. natürlich war meine intention eine vollkommen andere.


E:
null kontakt. ich bin gespannt, wann mich bernd anmailt. vielleicht jetzt, nachdem F vor seinen toren steht und eventuell eine armee erfolgreich nach wal convoyed hat.


D:
georg hatte wenig zeit. das hat den vorteil, daß ich ihm seine züge durchgeben konnte, wie er sich zu verteidigen hat:
kiel s ber h
ber s kiel h
mun s kiel h
hol s kiel h
damit soll der gewinn eines deutschen VZ durch E verhindert werden. die eroberung von ber durch R habe ich durch oben erwähnte list zu verhindern versucht. D ist als puffer für mich von enormer bedeutung.


F:
mit andreas hatte ich die letzten tage fast jeden tag 2 bis 3 mailkontakte. ich hoffe, daß ich ihn auf eine F/Ö-allianz eingeschworen habe. denn auch er hat sich über die korrespondenzhäufigkeit einiger mitspieler bei mir beschwert. ich mußte andreas allerdings die eroberung von mun für den herbst 04 zusagen. das werde ich wohl machen müssen. 
die vermutlichen züge F's:
bel-eng-wal
eng c bel-wal
mat-nat
spa-mat
bur-bel
gas-bur


ausblick:
wenn alles so läuft wie geplant, steht österreich im herbst 03 mit 9 VZ so gut da, wie ich es niemals gedacht hätte. das wird allerdings neider auf den plan rufen. darin liegt meine schwierigste aufgabe: verhinderung einer verzweiflungsallianz I-R-O gegen mich im südosten und eines starken bündinisses F-E im nordwesten.
die zusammenarbeit I-R-O versuche ich durch "erpressung" I's zu verhindern: "hilf mir im osten und schippere deine flotte tyn nach gol und dann gebe ich dir rome wieder". das kann funktionieren, denn jan kann ja nur wachsen, wenn ich ihm heimat-VZ's wieder gebe. da ich vorhabe im frühjahr mit gre-ion druck auf tun und nap zu machen, sollte mir das gelingen.
das E-F kann ich nur verhindern, indem ich mir andreas trotz meines wahrscheinlichen VZ-vorsprungs von 9 VZ gegen 6 VZ warmhalte und ihn im herbst mun erobern lasse.

Russland: Mein liebes Kriegstagebuch,

nun werden die Zeiten immer schwerer. Nachdem nun auch noch die diploatischen beziehungen in ein Koma gefallen sind sehe ich mich schon im Exil ind er Schweiz. Nachdem Winter muß ich unbedingt verstärkt den Kontak neu aufzubauen versuchen. Im Mmoment habe ich alle Einheiten zu Landesverteidigung aufgerufen um wenigstens das Heimatreich zu schützen. Das muss es für heute gewesen sein. Ich hoffe in einem halben Jahr wieder bessere Nachrichten zu haben.


Truppenbewegungen

Land Zuege Rueckzuege Auf- und Abbauten
Oesterreich - Ungarn Ven H: OK
Rom H: OK
Aeg S Eas - Smy: OK
Ser - Bul: OK
Alb - Gre: OK
Bud - Rum: OK
Gal - Ukr: Bounce with Ukr 1:1; 
  A Bud B
A Tri B
Großbritannien Hel - Kie: Bounce with Kie 3:3; 
Nth S Bel - Hol: OK
Den S Hel - Kie: OK
Nwy - StP: OK
Lon H: OK
  F Edi B
Frankreich Spa - Wes: OK
Gas - MAt - NAf: OK
MAt C Gas - NAf: OK
Bel - Hol: OK
Eng S Bur - Bel: OK
Bur - Bel: OK
  F Liv B
Deutsches Reich Hol S Kie H: Cut by Bel; Dislodged by Bel 2:1; 
Ber S Kie H: OK
Mun S Kie H: OK
Kie S Hol H: Cut by Hel; 
A Hol Ruh NOR
GM disbands A Ruh
Italien Eas - Smy: OK
Apu - Rom: Bounce with Rom 1:1; 
Ion - Tyn: OK
   
Russland Ukr S Sev H: Cut by Gal; 
Sev H: Dislodged by Bul 2:1; 
Pru - Lvn: OK
Sil - War: OK
Swe H: OK
  F Swe D
Osmanisches Reich Con - Smy: Defeated by Eas 2:1; 
Bla C Bul - Sev: OK
Arm S Bul - Sev: OK
Bul - Bla - Sev: OK
  F Arm D

 


Karte


Anmerkungen des BUMM

Wien, 30.05.02
Wirklich kein Zug vergeht hier ohne große Überraschung. Diesmal sogar zwei Stück: England und Frankreich scheinen einander gefunden zu haben, und Österreich geht nun auch gegen seinen letzten Verbündeten im östlichen Raum, Osmanien, vor.

Zuerst aber muss ich allgemein anmerken, dass die Lust zu den Analysen offenbar schwindet. Taktische Analysen, die besonders interessant wären nach offensichtlichen Fehlern, gibt es fast überhaupt nicht, die meisten Aussagen beziehen sich darauf, dass fast gar nicht mehr verhandelt wird, bemerkenswert auch, dass für die meisten Jürgen der einzige ist, der noch umfangreiche diplomatische Kontakte aufrecht erhält.

Die Situation kann knapp zusammengefasst werden: E und F räumen im Westen auf und werden bald vor den Toren Groß-Österreichs stehen, während Jürgen den Osten im Alleingang aufmischt und hofft, rechtzeitig damit fertig zu werden bevor E und F wirklich gefährlich werden können. 
Sowohl Bernd als auch Andreas scheinen erkannt zu haben, dass Jürgen sehr gefährlich groß wird, und machen das einzig richtige, sie verbünden sich um zuerst das angeschlagene Deutsche Reich vom Brett zu kicken, um anschließend die Western Stalemate gegen Österreich behaupten zu können. Die Flotten in Lon und Eng dürften dabei stehen bleiben, quasi als Lebensversicherung. Bernd berücksichtigt das auch immer bei seinen Aufbauten, die immer einen Aufbau in Liv vorsehen, sollte Frankreich nach Wal oder Iri ziehen. Andreas hat das natürlich nicht vor (im Übrigen hat er glaube ich Unrecht, wenn er schreibt, dass er eigentlich gegen E ziehen sollte, die einzige Möglichkeit in seiner Situation ist es, gegen Jürgen zu ziehen, Bernd weiter anzugreifen hätte maximal einen zweiten Platz eingebracht), aber das kann Bernd ja nicht (sicher) wissen. 

Ein großes Problem der westlichen Allianz sind die fehlenden Armeen. F hat zwar genug Flotten, um Jürgen im Mittelmeer Paroli bieten zu können (Tatsache ist, dass Jürgen seinerseits zu wenige Flotten hat; vielleicht bekommen Martin oder Jan so noch mal die Chance ins Spiel zurück zu kommen), die Armeen, die besonders in Mitteleuropa abgehen, um dort die Stalemate halten zu können, sind die Achillesferse von E/F.

Im Osten stehen für alle Beteiligten schwere Entscheidungen an. Wir haben hier drei Kleinstaaten, die alle berechtigten Unmut Richtung Österreich haben dürften, und ein starkes Österreich, dem langsam die Freunde in Europa ausgehen dürften. Sollten sich die Kleinstaaten gegen Jürgen verschwören, hätte das vor allem den Effekt, dass E/F ziemlich bald auch im Osten Fuß fassen würden. Jürgen steht einfach zu gut da, als dass sie ihn schnell wieder klein kriegen könnten, auch nicht zu dritt. 

Rein objektiv müsste Jürgen entweder danach trachten, möglichst rasch die ihn umgebenden Kleinstaaten vom Brett zu fegen, um E/F die Stirne bieten zu können, ein Unterfangen, das ihm nicht gelingen würde, da Frankreich bereits im Mittelmeer aufmarschiert, oder er versucht, die Kleinstaaten (vor allem aber I und R, da die an der Grenze zu E/F stehen) zu einem großen Bündnis zusammen zu schweißen. Dabei ist ihm vor  allem die Vergangenheit im Weg. Prinzipiell sind Jan und Christian Profi genug, um die Brisanz der Lage zu erkennen, andererseits sollte man auch nicht die persönliche Kränkung eines Stabs unterschätzen. 

Lustig ist, dass gerade mit dem Aufkommen des starken E/F-Bündnisses Jürgens Position im Osten gestärkt wird, wenn er diese Karte I und R gegenüber spielt. Die Angst vor einem mächtigen Außenfeind bewirkt oft Wunder, und aus ehemaligen Feinden werden die besten Freunde. Durchaus möglich, dass diese Partie auf ein 5er Draw (E/F/I/R/OE) zumarschiert... 

Sebastian Beer 

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